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	<title>Antifascist Youth Dülmen</title>
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	<description>Info-Blog der Antiascist Youth Dülmen</description>
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		<title>Antifascist Youth Dülmen</title>
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		<title>Von Konrad Lorenz und Vergangenheitsbewältigung im postnazistischen Deutschland</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 10:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Wie bereits in der kurzen Mitteilung zur Verhinderung der Lorenz-Skulptur angekündigt, folgt nun noch ein ausführlicherer Text, der sich hauptsächlich mit der auf die Verhinderung folgenden Debatte in der Dülmener Zeitung beschäftigt. Die betreffenden Artikel sind in den Fußnoten verlinkt und die Begründung unserer Kritik an der Skulptur findet sich in unserem Brief, der ebenfalls [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=136&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A.sdfootnoteanc { font-size: 57% } --></p>
<p style="margin-bottom:0;">Wie bereits in der kurzen Mitteilung zur Verhinderung der Lorenz-Skulptur angekündigt, folgt nun noch ein ausführlicherer Text, der sich hauptsächlich mit der auf die Verhinderung folgenden Debatte in der Dülmener Zeitung beschäftigt. Die betreffenden Artikel sind in den Fußnoten verlinkt und die Begründung unserer Kritik an der Skulptur findet sich in unserem Brief, der ebenfalls auf dem Blog dokumentiert ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Wir wollen nun aber eben nicht dabei stehen bleiben nur den Plan der Skulptur und die darauf folgende Debatte zu kritisieren, sondern mit diesem Text einen Ausblick darauf bieten, inwiefern die Dülmener Situation beispielhaft für Vergangenheitsbewältigung und Erinnerungskultur in Deutschland ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><span id="more-136"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><strong>We stopped it!</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">Auf unsere Briefe, die über Vergangenheit und Ideologie von Konrad Lorenz aufklärten und die Verhinderung der Skulptur „Gegen den Wind“, die sich positiv auf Lorenz beziehen sollte, forderten, bekamen wir zwar keine direkten Reaktionen, unsere Aktion war aber dennoch erfolgreich: Klaus Jahn, der die Skulptur entworfen hatte, zog seinen Wettbewerbsbeitrag nach unserem Hinweis zurück und es wird nun nach einer anderen Skulptur für den Kreisverkehr in Buldern gesucht.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Doch trotz dieses offenkundigen Erfolges offenbaren die auf unseren Hinweis folgenden Artikel in der Dülmener Zeitung, wie Vergangenheitsbewältigung im postnazistischen Deutschland aussieht. Beim Lesen der beiden DZ-Artikel vom 23. und 28. Mai fällt dem kritischen Menschen doch schon einiges ins Auge, an dem sich aufzeigen lässt, was unter postnazistischer Gesellschaft und ihrer Erinnerungskultur zu verstehen ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><strong>Deutsche Vergangenheitsbewältigung und Schuldabwehr im Mantel der geschichtlichen Aufklärung</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">Vermeintlich kritische und aufklärerische Formulierungen wie „Hitlerdiktatur“<a name="sdfootnote1anc" href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a> offenbaren von welch falschem Bewusstsein der Umgang mit der deutschen Vergangenheit immernoch geprägt ist. Erweckt doch der Begriff „Hitlerdiktatur“ den Eindruck, das wehrlose deutsche Volk sei von einem überaus charismatischen und gerissenen Diktator verführt und quasi als Geisel gehalten worden. Dass dies schlicht unzutreffend ist und nur dazu führt, die Schuld der Deutschen an Shoa und Vernichtungskrieg zu minimieren oder gar ganz wegzulügen, ist eindeutig. Es fällt unter dieselbe Kategorie wie die Phrase, Hitler habe 6 Millionen Juden getötet. Auch hier wird verschleiert, dass es der oder die normale Deutsche waren, die &#8211;  ob als KZ-WächterIn oder als bloßeR ProfiteurIn der Enteignungen &#8211; am millionenfachen Massenmord beteiligt waren. Eine solche Dämonisierung Hitlers, der hier sicher nicht verteidigt werden soll, und eine Konzentration alles in der NS-Zeit geschehenen Bösen auf seine Person, sind nichts anderes als eine Flucht vor dem Eingeständnis eigener Schuld und eine Abwälzung dieser auf Hitler und seine „Helfer“, die von Guido Knopp so postnazistisch und bundesrepublikanisch auf eine kleine Riege von Vertrauten reduziert wurde. Die KZ-Wächterin und der SS-Mann von nebenan kommen bei der Aufzählung von „Hitlers Helfern“ durch den bundesrepublikanischen Nationalhistoriker natürlich nicht vor.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><strong>Das postnazistische Deutschland</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Allgemein lassen sich in den Reaktionen auf unsere Briefe zwei Reaktionsmuster erkennen. Auf der einen Seite ist mensch bemüht mit allen Mitteln zu vermeiden, dass die eigene Person in die ideologische Nähe des Nationalsozialismus gerückt werden könnte, hierfür werden sogar vollkommen nichtssagende Stationen im Lebenslauf, wie die Anstellung an der „Martin Luther-King-Gesamtschule“ herangezogen<a name="sdfootnote2anc" href="#sdfootnote2sym"><sup>2</sup></a>. Auf der anderen Seite aber wird eben an genau die oben kritisierte, falsche Vergangenheitsbewältigung angeknüpft und die deutsche Schuld so indirekt kleingeredet. Dies bezweckt nichts anderes, als das Weiterleben nationalsozialistischer Tendenzen in der demokratischen Gesellschaft. Indem eben diese Tendenzen weiterhin kleingeredet werden, unterstützt derjenige, der sich soeben noch krass vom Nationalsozialismus distanzieren wollte, das Weiterleben desselben in der Demokratie. Er sorgt also für genau das, was als Postnazismus zu bezeichnen ist.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">So auch im Zusammenhang mit der Vergangenheit Konrad Lorenz&#8217;. In einem eigenständigen Artikel unter dem Titel „Kein schlüssiges Bild von ihm“ (ebenfalls vom 28. Mai) wird die Max-Planck-Gesellschaft herangezogen. Diese äußert auf DZ-Nachfrage, Lorenz&#8217; Verwicklungen in den Nationalsozialismus seien „nicht so weitreichend, dass sie seine wissenschaftliche Arbeit in Misskredit bringen könnten“. Eine Frechheit vor allem unter dem Hinblick darauf, dass Lorenz&#8217; wissenschaftliche Arbeit durch die NS-Ideologie und durch rassistisches Gedankengut tief geprägt sind, wie es im Übrigen im darüber stehenden DZ-Artikel auch erwähnt wird.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Beim kritischen Lesen des zitierten Artikels wird dann aber auch nochmals deutlich, was Postnazismus eigentlich heißt. Dieser Begriff – gebraucht in Abgrenzung zum Postfaschismus, vor dem Hintergrund, dass es sich beim deutschen Nationalsozialismus eben um eine besondere Prägung des Faschismus handelte – bezeichnet nämlich zum Teil auch die personelle Kontinuität der alten NS-Eliten bis weit in die bundesrepublikanische Zeit hinein. Zum einen die Tatsache, dass es sich bei der Max-Planck-Gesellschaft um die Nachfolgerin der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft handelte, zum anderen der Punkt, dass Lorenz von seinem neuen Arbeitgeber nach der Befreiung durch die Alliierten wohl nie auf seine Nazi-Vergangenheit überprüft wurde, verdeutlichen in anschaulicher Weise, dass es die so oft herbeiillusionierte Stunde Null eben nicht gab. Stattdessen war es für alte NS-Eliten, die teilweise auch direkt an Massenmord oder Vernichtungskrieg beteiligt waren, weiterhin möglich in hohen Kreisen der Bundesrepublik Fuß zu fassen – sei es nun in Politik, Wirtschaft oder eben in der Wissenschaft.<a name="sdfootnote3anc" href="#sdfootnote3sym"><sup>3</sup></a></p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">
<p style="margin-bottom:0;"><strong>Deutschland feiert sich selber</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Die Person Konrad Lorenz und die Debatte, die derzeit in Dülmen um sie geführt wird, eignen sich also in besonderem Maße um die Erinnerungskultur und die personelle Kontinuität des postnazistischen Deutschlands aufzuzeigen. Bemerkenswert ist diese immernoch so zelebrierte Kultur vor allem vor dem Hintergrund der derzeitigen Jubiläumsfeiern.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">Die Bundesrepublik feiert sich selber, und sogar die Bildzeitung feiert mit – mit Volkszahnbürste und Volks-T-Shirt. Der Volksempfänger, der die „Verführungen“ der „Hitlerdiktatur“ an die angeblich so unwissend verführten Deutschen brachte, scheint vergessen.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-weight:normal;">In genau diese Stimmung hinein kommt nun die Idee einer Lorenz-Skulptur, für die offenbar weder nachgedacht, noch recherchiert worden ist. Genauso, wie die Deutschen, die nun dem Bild-Ruf nacheilen und sich nach dem volksgemeinschaftlichen Fußballgucken im Jahr 2006 nun in 2009 im volksgemeinschaftlichen Einkauf üben die Bedeutung des Volksempfängers vergessen zu haben scheinen, vergessen die Initiatoren der Skulptur (zu denen pikanterweise auch die Kuratorin des Eichengrün-Platzes gehört), sich erstmal über den Mensch zu informieren, den sie ehren wollen. Ja die Skulptur war laut Aussage Jahns sogar als Zeichen gegen Opportunismus gedacht<a name="sdfootnote4anc" href="#sdfootnote4sym"><sup>4</sup></a> – eine Farce vor dem Hintergrund von Lorenz Beteiligung an der NS-Rassenpolitik. Dies ist mehr als bezeichnend: Vergangenheitsbewältigung im postnazistischen Deutschland, geht immer nur soweit, wie sie auch nützlich ist. Sei es für die Präsentation eigener vermeintlich herausragender Moralität oder zur Rechtfertigung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr, die mittlerweile nicht mehr trotz, sondern wegen Auschwitz durchgeführt werden. Und wenn es darum geht eine berühmte Persönlichkeit zu ehren, die sich in Buldern aufhielt, so scheint das dorfgemeinschaftliche Interesse höher zu wiegen, als der Gedanke daran, die zu ehrende Person vor dem Hintergrund der Deutschen Vergangenheit erst einmal kritisch zu hinterfragen.</p>
<div id="sdfootnote1">
<p><a name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc">1</a>Vgl. 	DZ-Artikel Kreisel: Keine Graugänse, vom 23.Mai 2009 	http://www.dzonline.de/lokales/kreis_coesfeld/duelmen/1062690_Kreisel_Doch_keine_Graugaense.html</div>
<div id="sdfootnote2">
<p><a name="sdfootnote2sym" href="#sdfootnote2anc">2</a>Vgl. 	DZ-Artikel „Kompromiss nicht möglich“ vom 28. Mai 2009, 	http://www.dzonline.de/lokales/kreis_coesfeld/duelmen/1065323_Konrad_Lorenz_und_Buldern_Kompromiss_nicht_moeglich.html</div>
<div id="sdfootnote3">
<p><a name="sdfootnote3sym" href="#sdfootnote3anc">3</a>Wie 	erwähnt ist die personelle Kontinuität der alten Eliten nur ein 	Aspekt des Begriffs Postnazismus, eine ausführlichere Erläuterung 	hierzu findet sich in dem Video „Um das Ganze“ von Stephan 	Grigat unter  http://www.cafecritique.priv.at/Filme.html</div>
<div id="sdfootnote4">
<p><a name="sdfootnote4sym" href="#sdfootnote4anc">4</a>Vgl. 	DZ-Artikel „Kreise: Keine Graugänse“ vom 23.Mai 2009</div>
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	</item>
		<item>
		<title>Lorenz-Skulptur verhindert!</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2009/06/05/lorenz-skulptur-verhindert/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 14:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf unser Betreiben hin, haben die Verantwortlichen der Stadt und der Künstler Klaus Jahn von der Umsetzung der Skulptur &#8222;Gegen den Wind&#8220; zu Konrad Lorenz Abstand genommen.  Unsere an die Verantwortlichen verschickten Briefe zeigten also die entsprechende Wirkung und das Ergebnis kann durchaus als Erfolg gewertet werden.  Aber ein fahler Beigeschmack bleibt trotzdem: [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=130&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Auf unser Betreiben hin, haben die Verantwortlichen der Stadt und der Künstler Klaus Jahn von der Umsetzung der Skulptur &#8222;Gegen den Wind&#8220; zu Konrad Lorenz Abstand genommen.  Unsere an die Verantwortlichen verschickten Briefe zeigten also die entsprechende Wirkung und das Ergebnis kann durchaus als Erfolg gewertet werden.  Aber ein fahler Beigeschmack bleibt trotzdem: Eine Jury von mehreren Verantwortlichen will nicht rechtzeitig festgestellt haben, inwiefern Konrad Lorenz in die Machenschaften des Nationalsozialismus verstrickt war? Allein die Verleihung des Nobel-Preises ließ ihn als &#8222;integer&#8220; erscheinen? Für uns bleibt es schlicht unverständlich, wenn trotz so leicht verfügbarer Informationen (eine Eingabe des Namens auf Wikipedia hätte genügt) die Jury unwissend tut. Wenn diese Praxis weiter üblich bleibt, werden in Dülmen noch einige geschichtsrevisionistische Skulpturen und Infotafeln verhindert werden müssen.</p>
<p>Eine ausführliche Stellungnahme folgt.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Aufruf: Demo gegen „Oseberg“</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2009/05/28/aufruf-demo-gegen-%e2%80%9eoseberg%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 15:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Oseberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Aufruf der Antifa Essen Z zur Demonstration gegen das Neonazi-Geschäft „Oseberg“ am 6.6.2009
Am 3. April diesen Jahres eröffnete der Laden „Oseberg“ auf der Viehofer Straße in der Essener Innenstadt. „Oseberg“ vertreibt Kleidung der Marke „Thor Steinar“, die von Rechten für Rechte produziert wird. Besitzer des Ladens ist die brandenburgische „MediaTex GmbH“, die etliche Filialen betreibt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=119&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Aufruf der Antifa Essen Z zur Demonstration gegen das Neonazi-Geschäft „Oseberg“ am 6.6.2009</strong></p>
<p>Am 3. April diesen Jahres eröffnete der Laden „Oseberg“ auf der Viehofer Straße in der Essener Innenstadt. „Oseberg“ vertreibt Kleidung der Marke „Thor Steinar“, die von Rechten für Rechte produziert wird. Besitzer des Ladens ist die brandenburgische „MediaTex GmbH“, die etliche Filialen betreibt und mit „Oseberg“ jetzt versucht, in Nordrhein-Westfalen Fuß zu fassen.</p>
<p><a href="http://antifaessen.blogsport.de/2009/05/24/aufruf-demo-gegen-oseberg/#more-179">http://antifaessen.blogsport.de/2009/05/24/aufruf-demo-gegen-oseberg/#more-179</a></p>
<p><strong><span id="more-119"></span></strong></p>
<h1><strong>Aufruf: Demo gegen „Oseberg“</strong></h1>
<p><strong>Aufruf der Antifa Essen Z zur Demonstration gegen das Neonazi-Geschäft „Oseberg“ am 6.6.2009</strong></p>
<p>Am 3. April diesen Jahres eröffnete der Laden „Oseberg“ auf der Viehofer Straße in der Essener Innenstadt. „Oseberg“ vertreibt Kleidung der Marke „Thor Steinar“, die von Rechten für Rechte produziert wird. Besitzer des Ladens ist die brandenburgische „MediaTex GmbH“, die etliche Filialen betreibt und mit „Oseberg“ jetzt versucht, in Nordrhein-Westfalen Fuß zu fassen.</p>
<p>Angehörige der rechten Szene treten mittlerweile in Bezug auf ihren Kleidungsstil wesentlich pluralistischer auf, als es vor dem Ende der 90er Jahre der Fall war. Waren zu Zeiten der Rostocker und Solinger Pogrome Rechtsextreme noch klar in die Gruppen der klassischen Braunhemden-und-Scheitel-Träger und Skinheads mit Boots, Bomberjacken und Deutschlandshirts zu unterscheiden, änderte sich dies in der letzten Zeit massiv. Zu der anschließenden Verwirrung trug bei, dass sich in der Szene neue Marken und Stile etablierten und die „Neuen Nazis“ Kleidungsstile linker Gruppierungen adaptieren: So gibt es noch immer Lehrer, die nach bestem Wissen und Gewissen Schüler, die Kleidung der Marken „PitBull“ oder „Lonsdale“ tragen, mit deren vermeintlich rechten Ansichten konfrontieren. Oder andersherum Menschen, die Demonstrationsteilnehmer mit Buttons an der Mütze, auf denen schwarz-rote Flaggen abgebildet sind, per se für Linke halten, nicht wissend, dass so genannte Autonome Nationalisten diese Symbole kopieren. „Thor Steinar“ hat in dem Kontext dieser Entwicklung in der rechten Szene einen festen Platz erobert. „Thor Steinar“-Träger sind neue Nazis, die die alten nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Inhalte in Kombination mit trendig-sportlicher Kleidung verbunden sehen und damit auch nach Außen ein moderneres, schickeres Bild vermitteln wollen.</p>
<p>Gegen „Oseberg“ gab es seit seiner Eröffnung massiven Protest. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich ein relativ breites Bündnis aus Essener Gruppen, die bereits lange gegen Nazis aktiv sind. Es fanden zwei Demonstrationen statt, die beide gut besucht waren und lautstark auf die Unerwünschtheit des Ladens aufmerksam machten. Bei der letzten Demonstration kam es allerdings zu erheblichen Repressionen durch die Polizei, die die DemoteilnehmerInnen immer wieder zu provozieren suchte. Ungeachtet dessen wurde der Protest fortgesetzt: So wurden Flyer in der Innenstadt und an die umliegenden Läden verteilt, Aufkleber geklebt, die Scheiben des Ladens wurden vielfach bemalt, schließlich eingeworfen und das Ladeninnere mit einer übel riechenden Substanz bedacht. Der Ladenbesitzer, der angibt, seine Räumlichkeiten nur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vermietet zu haben, möchte dem Betreiber nun kündigen. Da sich solche Prozesse aber meist relativ lang hinziehen, ist weiterhin Engagement gefragt.</p>
<p>Dass Beharrlichkeit durchaus Erfolg haben kann, zeigt die Erfahrung mit dem Bochumer Naziladen „Goaliat“ sowie dem Dortmunder „Alte Liebe“, die beide ihre Tore schließen mussten, nachdem die Reparaturkosten und Einnahmen in keinem Verhältnis mehr standen.</p>
<p>Wir machen uns nichts vor: Wenn es uns gelingt, „Oseberg“ zum Schließen zu bringen, bleibt das Naziproblem hier dasselbe. Antifaschistischer Protest darf sich nicht darauf beschränken, das Erscheinungsbild der eigenen Stadt als „sauber“ zu präsentieren, während in den Außenbezirken der Nazimob MigrantInnen, Punks und generell Andersdenkenden das Leben schwer macht. Unser Prostest gegen „Oseberg“ soll hier stellvertretend für den Protest gegen alle Scheiß Nazis, ihre Läden und Klamotten, ihre Musik, Fanzines, Parteien, Gruppierungen, gegen ihre Inhalte und ihr Dasein stehen.</p>
<p><a href="http://antifaessen.blogsport.de/2009/05/24/aufruf-demo-gegen-oseberg/#more-179">http://antifaessen.blogsport.de/2009/05/24/aufruf-demo-gegen-oseberg/#more-179</a></p>
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		<title>Konrad Lorenz &#8211; der &#8222;Graugänsevater&#8220; mit Nazi-Vergangenheit</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 12:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hiermit dokumentieren wir einen Brief, den wir am Sonntag den 17. Mai an die Verantwortlichen für den Plan eine Skulptur zu Ehren Konrad Lorenz&#8217; in Buldern aufzustellen versandten.
Wir kritisieren die geplante Skulptur scharf, da sie sich unreflektiert auf einen Mann bezieht, der eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie anhing und sich aktiv an der rassistischen Politik der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=115&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hiermit dokumentieren wir einen Brief, den wir am Sonntag den 17. Mai an die Verantwortlichen für den Plan eine Skulptur zu Ehren Konrad Lorenz&#8217; in Buldern aufzustellen versandten.<br />
Wir kritisieren die geplante Skulptur scharf, da sie sich unreflektiert auf einen Mann bezieht, der eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie anhing und sich aktiv an der rassistischen Politik der Nazis beteiligte. Für uns ist es nicht haltbar, dass ein solcher Rassist in einer Skulptur gewürdigt werden soll.</p>
<p><span id="more-115"></span></p>
<h2>Konrad Lorenz &#8211; der &#8222;Graugänsevater&#8220; mit Nazi-Vergangenheit</h2>
<p>Hiermit dokumentieren wir einen Brief, den wir am Sonntag den 17. Mai an die Verantwortlichen für den Plan eine Skulptur zu Ehren Konrad Lorenz&#8217; in Buldern aufzustellen versandten.<br />
Wir kritisieren die geplante Skulptur scharf, da sie sich unreflektiert auf einen Mann bezieht, der eindeutig der nationalsozialistischen Ideologie anhing und sich aktiv an der rassistischen Politik der Nazis beteiligte. Für uns ist es nicht haltbar, dass ein solcher Rassist in einer Skulptur gewürdigt werden soll.</p>
<p>Besondere Brisanz gewinnt die Geschichte unter anderem dadurch, dass in der Jury, die die betreffende Skultpur auswählte (<a href="http://www.dzonline.de/lokales/kreis_coesfeld/duelmen/1054450_Graugaense_im_Kreisel.html" target="_blank">siehe DZ-Artikel dazu</a>) auch Petra Lindner saß. Lindner ist Kuratorin des Eichengrün-Platzes in Dülmen, der an die jüdische Geschichte in Dülmen erinnern soll. Wie diese beiden Engagements Lindners zusammenpassen sollen, ist uns nicht klar.</p>
<p>Im Folgenden der von uns versandte Brief:</p>
<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P.sdfootnote { margin-left: 0.5cm; text-indent: -0.5cm; margin-bottom: 0cm; font-size: 10pt } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A.sdfootnoteanc { font-size: 57% } --></p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;">Sehr geehrte Damen und Herren</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">in der Ausgabe der Dülmener Zeitung vom 8. Mai stießen wir auf den Artikel „Auch mal gegen den Wind fliegen“ zum Thema der geplanten Skulptur für den sogenannten „Graugänsevater“ Konrad Lorenz.  Diese Nachricht stieß bei uns auf negative Resonanz. In diesem Brief möchten wir Ihnen unsere Vorbehalte gegenüber Konrad Lorenz und gegenüber der geplanten Skulptur deutlich machen.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Die zuständigen Gremien scheinen sich leider nicht ausreichend mit dem Wirken Konrad Lorenz&#8217; auseinander gesetzt zu haben oder seine Verbrechen schlicht zu ignorieren. Das Wirken Konrad Lorenz&#8217; ist keinesfalls auf seine Verhaltensforschung an Graugänsen zu reduzieren, sondern durchsetzt von rassistischem und nationalsozialistischem Gedankengut und menschenverachtender Ideologie. So trat Lorenz bereits unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 28. Juni 1938 der NSDAP bei. Seinen Beitritt begründete er selber wie folgt:</p>
<p style="margin-bottom:0;">„<em>Ich war als Deutschdenkender und Naturwissenschaftler selbstverständlich immer Nationalsozialist und aus weltanschaulichen Gründen erbitterter Feind des schwarzen Regimes […] schon lange vor dem Umbruch war es mir gelungen, sozialistischen Studenten die biologische Unmöglichkeit des Marxismus zu beweisen und sie zum Nationalsozialismus zu bekehren. Auf meinen vielen Kongreß- und Vortragsreisen habe ich immer und überall mit aller Macht getrachtet, den Lügen der jüdisch-internationalen Presse über die angebliche Beliebtheit Schuschniggs und über die angebliche Vergewaltigung Österreichs durch den Nationalsozialismus mit zwingenden Beweisen entgegenzutreten.“</em><sup><em><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote1anc" href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a></em></sup></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">Deutlich wird hier besonders, dass Lorenz eben nicht aus Opportunismus und als Mitläufer in die NSDAP eintrat. Sondern er tat dies aufgrund persönlicher Überzeugung und die nationalsozialistische Ideologie war tief in seinem Denken verankert.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-style:normal;">Deutlich wird dies auch in seinen Werken: So offenbarte Lorenz in seinem Artikel in der </span>&#8222;Zeitschrift für angewandte Psychologie und Charakterkunde&#8220; <span style="font-style:normal;">von 1940 eindeutig, wie sein theoretisches Denken auf der NS-Ideologie aufbaute. So sah er sich selber als „Volksarzt“ der durch die Eliminierung „ethisch Minderwertiger“ den deutschen Volkskörper von der Schwächung durch „Domestizierung“ beschützen wollte.</span><sup><span style="font-style:normal;"><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote2anc" href="#sdfootnote2sym"><sup>2</sup></a></span></sup></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-style:normal;">Doch bei puren Theoriekonstrukten blieb es nicht: Während seiner Zeit als Wehrmachtsangehöriger und seiner Stationierung in Polen, konnte Lorenz seine rassistische Ideologie nun auch in der Praxis ausleben. So arbeitete er erwiesenermaßen ehrenamtlich bei einer rassekundlichen Studie im besetzten Posznan mit. Durch diese Studie sollte die Erbtauglichkeit „deutsch-polnischer Mischlinge“ festgestellt werden, um festlegen zu können, ob sie den rassistischen Ansprüchen des NS-Regimes genügten. Lorenz war also daran beteiligt zu entscheiden, wer in dem Gebiet, in welchem Deutsche angesiedelt werden sollten, verbleiben durfte und wer ins KZ deportiert wurde.</span><sup><span style="font-style:normal;"><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote3anc" href="#sdfootnote3sym"><sup>3</sup></a></span></sup><span style="font-style:normal;"> </span></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">Außerdem arbeitete Lorenz lange Zeit im „Rassenpolitischen Amt der NSDAP“ mit, wo er sogar Rederecht genoss. Dieses Rederecht nutze Lorenz um folgende rassenbiologischen Theoriegebäude zu verbreiten:</p>
<p style="margin-bottom:0;"><em>1. „durch den Mangel einer natürlichen Auslese entstehende Verfallserscheinungen an Volk und Menschheit rechtzeitig bekämpfen lernen oder nicht. Gerade in diesem Rennen um Sein oder Nichtsein sind wir Deutschen allen anderen Kulturvölkern um tausend Schritte voraus.“</em><sup><em><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote4anc" href="#sdfootnote4sym"><sup>4</sup></a></em></sup><em> </em></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-style:normal;">2.</span><em>„Versagt diese Auslese, mißlingt die Ausmerzung der mit Ausfällen behafteten Elemente, so durchdringen diese den Volkskörper in biologisch ganz analoger Weise und aus ebenso analogen Ursachen wie die Zellen einer bösartigen Geschwulst (…) Sollte es mutationsbegünstigende Faktoren geben, so läge in ihrem Erkennen und Ausschalten die wichtigste Aufgabe des Rassepflegers überhaupt (…).</em><sup><em><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote5anc" href="#sdfootnote5sym"><sup>5</sup></a></em></sup><em> </em></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">Lorenz nimmt hier also eine klare Unterscheidung von lebenswertem und lebensunwertem Leben vor und befürwortet die Ausrottung „volksschädigender Elemente“.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">Auch in Interviews Mitte der 70er Jahre distanzierte Lorenz sich nicht deutlich von seinen rassistischen Theorien und äußert von seinen früheren Äußerungen kaum unterscheidbar:</p>
<p style="margin-bottom:0;"><a name="cite_ref-17"></a>„<em>Das verderbliche Wachstum bösartiger Tumoren beruht, wie schon angedeutet, darauf, daß gewisse Abwehrmaßnahmen versagen oder von den Tumorzellen unwirksam gemacht werden, mittels deren der Körper sich sonst gegen das Auftreten ‚asozialer‘ Zellen schützt. Nur wenn diese vom umgebenden Gewebe als seinesgleichen behandelt und ernährt werden, kann es zu dem tödlichen infiltrativen Wachstum der Geschwulst kommen. Die schon besprochene Analogie lässt sich hier weiterführen. Ein Mensch, der durch das Ausbleiben der Reifung sozialer Verhaltensnormen in einem infantilen Zustand verbleibt, wird notwendigerweise zum Parasiten der Gesellschaft. Er erwartet als selbstverständlich die Fürsorge der Erwachsenen weiter zu genießen, die nur dem Kinde zusteht. (…) Wenn die fortschreitende Infantilisierung und wachsende Jugend-Kriminalität des Zivilisationsmenschen tatsächlich, wie ich befürchte, auf genetischen Verfallserscheinungen beruht, so sind wir in schwerster Gefahr.“ </em><sup><em><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote6anc" href="#sdfootnote6sym"><sup>6</sup></a></em></sup></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-style:normal;">Er wechselte lediglich die Wortwahl, um seinen Rassismus nun im euphemistischen Gewand zu präsentieren. Auch leugnete er seine NSDAP-Mitgliedschaft.</span><sup><span style="font-style:normal;"><a class="sdfootnoteanc" name="sdfootnote7anc" href="#sdfootnote7sym"><sup>7</sup></a></span></sup><span style="font-style:normal;"> Zu diesem Zeitpunkt redet Lorenz immer noch von ethisch minderwertigen und höherwertigen Menschen und hält an seiner Domestizierungstheorie aus den 40er Jahren fest. </span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;">Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass Konrad Lorenz sowohl überzeugter Nationalsozialist als auch direkt verantwortlich für die wissenschaftlich-ideologische Fundierung der menschenverachtenden Rassenthorien der Nazis ist. Unter diesen Gesichtspunkten halten wir es für nicht tragbar, dass in Buldern eine Skulptur zu Ehren des Wirkens von Konrad Lorenz aufgestellt wird. Seine Arbeit mit den Graugänsen lässt sich von seinen rassenideologischen Theorien nicht trennen. Besonders pikant erscheint und die Veröffentlichung der Nachricht ausgerechnet am 8. Mai – dem Tag der Befreiung und die Tatsache, dass die Skulptur mit „Gegen den Wind fliegen“ benannt wird. Konrad Lorenz war wohl keiner, der gegen den Wind flog. Im Gegenteil: Er wirkte aktiv an der Errichtung und der mörderischen Konsequenz des NS-Regimes mit.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-style:normal;">Wir fordern Sie hiermit dazu auf, Ihre Entscheidung zu ändern und eine öffentliche Stellungnahme zur Problematik zu veröffentlichen. Dieser Brief geht an mehrere Verantwortliche für die Skulptur, sowie an diverse Medien. Für Rückfragen oder Antworten stehen wir Ihnen per Mail unter der Adresse </span><span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><a href="mailto:ay-duelmen@web.de"><span style="font-style:normal;">ay-duelmen@web.de</span></a></span></span><span style="font-style:normal;"> zur Verfügung.</span></p>
<p style="margin-top:.63cm;margin-bottom:1.48cm;page-break-after:avoid;"><span style="font-size:x-small;">Mit freundlichen Grüßen</span></p>
<p style="margin-bottom:0;page-break-after:avoid;">Antifascist Youth Dülmen (AYD)</p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://afyd.wordpress.com/">http://www.antifa-youth.de.vu</a></span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Fußnoten:</p>
<div id="sdfootnote1">
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc"></a></p>
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc"></a></p>
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote1sym" href="#sdfootnote1anc">1</a>Auszug 	aus dem Antrag auf Beitritt zur NSDAP von Konrad Lorenz vom 28. Juni 	1938, Zitiert nach: Klaus Taschwer, Benedikt Föger: <em>Konrad 	Lorenz. Biographie.</em> Wien, 2003, S. 84-85.</p>
</div>
<div id="sdfootnote2">
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote2sym" href="#sdfootnote2anc">2</a>Zitiert 	nach <span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/9/9896/1.html">http://www.heise.de/tp/r4/artikel/9/9896/1.html</a></span></span> (16.05.2009)</p>
</div>
<div id="sdfootnote3">
<p class="sdfootnote" style="margin-left:0;text-indent:0;"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote3sym" href="#sdfootnote3anc">3</a> Belegbar durch:</p>
<p class="sdfootnote" style="margin-left:0;text-indent:0;">Rudolf 	Hippius u.a.: <em>Volkstum, Gesinnung und Charakter. Berichte über 	psychologische Untersuchungen an Posener deutsch-polnischen 	Mischlingen und Polen, Sommer 1942.</em> Stuttgart/Prag, Verlag W. 	Kohhammer, 1943.</p>
<p class="sdfootnote" style="margin-left:0;text-indent:0;">Taschwer/Föger, 	2003, S. 118</p>
<p class="sdfootnote" style="margin-left:0;text-indent:0;">Deichmann, 	1992, S. 261–264</p>
</div>
<div id="sdfootnote4">
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote4sym" href="#sdfootnote4anc">4</a>Zitiert 	nach: Änne Bäumer: <em>NS-Biologie.</em> Stuttgart, 1990, S. 201.</p>
</div>
<div id="sdfootnote5">
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote5sym" href="#sdfootnote5anc">5</a>Zitiert 	nach Taschwer/Föger 2003, S. 91.</p>
</div>
<div id="sdfootnote6">
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote6sym" href="#sdfootnote6anc">6</a>Konrad 	Lorenz: Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit. München 	1973, S. 64</p>
</div>
<p class="sdfootnote"><a class="sdfootnotesym" name="sdfootnote7sym" href="#sdfootnote7anc">7</a><span style="color:#000080;"><span style="text-decoration:underline;"><a href="http://www.falter.at/web/heureka/archiv/03_4/02.php?SESSID=0b33b500a7de8243f363af1b442bb471">http://www.falter.at/web/heureka/archiv/03_4/02.php?SESSID=0b33b500a7de8243f363af1b442bb471</a></span></span> (16.05.2009)</p>
<p class="sdfootnote">
</blockquote>
<p class="sdfootnote">Wir warten nun die nächsten Schritte seitens der Verantwortlichen ab, um dann darauf entsprechend zu reagieren.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/115/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/115/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/115/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=115&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>8. Mai: Tag der Befreiung</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2009/05/04/8-mai-tag-der-befreiung/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 16:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Konsequenzen ziehen: Deutschland auflösen!
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 8. Mai 2009 in Köln
Am 8. Mai gedenken wir aller Opfer des deutschen Vernichtungswahnes, der Jüdinnen und Juden, der Roma und Sinti, der ZwangsarbeiterInnen, der Kriegsgefangenen, der &#8222;behinderten&#8220; Menschen, der Homosexuellen, KommunistInnen, Freigeister, der Arbeits- und Kriegsdienstverweigerer und allen Opfern des Vernichtungskrieges der Deutschen. Wir gedenken [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=112&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Die Konsequenzen ziehen: Deutschland auflösen!</strong><br />
<em>Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 8. Mai 2009 in Köln</em></p>
<p>Am 8. Mai gedenken wir aller Opfer des deutschen Vernichtungswahnes, der Jüdinnen und Juden, der Roma und Sinti, der ZwangsarbeiterInnen, der Kriegsgefangenen, der &#8222;behinderten&#8220; Menschen, der Homosexuellen, KommunistInnen, Freigeister, der Arbeits- und Kriegsdienstverweigerer und allen Opfern des Vernichtungskrieges der Deutschen. Wir gedenken Antifaschistinnen und Antifaschisten dieser Erde, die im Kampf gegen die Deutschen und ihre Verbündeten ihr Leben gaben. Wir danken denen, die in diesem Kampf Gefahren auf sich nahmen. Wir danken auch den Alliierten für die Niederwerfung des Nationalsozialismus. Die Zerschlagung Nazi-Deutschlands durch die Alliierten war und bleibt richtig und wichtig!</p>
<p>Die Verhältnisse, die den deutschen Wahn möglich machten, sind keineswegs überwunden. Die völkische Ideologie und die postnazistischen Sozialpakte leben fort. Ein Umschlagen des Kapitalverhältnisses in die Barbarei bleibt in Deutschland und anderes wo solange denkbar, wie das Leben der Menschen von Staat und Kapital, Fetischismus und Ideologien bestimmt und strukturiert wird.</p>
<p><strong>Antifaschistische Demonstration<br />
08.05.2009 | 19.00 Uhr | Köln Hauptbahnhof</strong></p>
<p><span id="more-112"></span></p>
<h2><strong>8. Mai: Tag der Befreiung</strong></h2>
<p><strong>Die Konsequenzen ziehen: Deutschland auflösen!</strong><br />
<strong>Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 8. Mai 2009 in Köln</strong></p>
<p>Am 8. Mai 1945 wurde die Gesamtkapitulation Deutschlands besiegelt. Mit ihr endete der 2. Weltkrieg und die deutsche Barbarei, die über 60 Millionen Menschen das Leben kostete. In ihrem völkischen und antisemitischen Wahn versuchten die Deutschen alle Menschen zu vernichten, die ihnen als &#8222;Volksschädlinge&#8220; erschienen. Es waren Juden und Jüdinnen, KommunistInnen, Homosexuelle, Sinti und Roma und viele andere Menschen, denen das Konzept der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz ließ. Resultierend aus einem antisemitischen und falschen Kapitalismusverständnis, das jüdisch-identifizierte Menschen zu den Drahtziehern des Kapitalismus erklärte, wurden Juden und Jüdinnen ab 1933 verstärkt und kontinuierlich aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Einige Jahre später brannten die NS-begeisterten Deutschen Synagogen nieder und plünderten jüdische Geschäfte. Es wurden Konzentrations- und Vernichtungslager errichtet, in die verhaftete Juden und Jüdinnen deportiert worden sind. Über sechs Millionen fanden dort in Gaskammern, durch Arbeit oder Krankheit ihren Tod. Selbst als die militärische Zerschlagung Nazideutschlands kurz bevor stand, lief die Vernichtung auf Hochtouren. So wurden noch zahlreiche KZ-Häftlinge auf so genannten &#8222;Todesmärschen&#8220; durch die Kälte getrieben &#8211; viele starben. All dies zeigt, wie die Deutschen, von einem eleminatorischen Antisemitismus getriebenen, darauf aus waren, jedes jüdische Leben zu vernichten.</p>
<p>Es dürfte kaum vorstellbar gewesen sein, welches Bild sich der Roten Armee bot, als sie die Häftlinge des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 befreite. Der Auschwitz-Überlebende Primo Levi notierte in der Zeit zwischen dem Abrücken der Wachmannschaften und der endgültigen Befreiung des Lagers: &#8222;24. Januar. Freiheit. Die Bresche im Stacheldraht gibt uns einen konkreten Begriff davon. Wenn man es sich richtig überlegt, bedeutet das: keinen Deutschen mehr, keine Selektionen, keine Arbeit, keine Schläge. Alles ringsherum war Zerstörung und Tod. Der Leichenhaufen vor unserem Fenster wuchs über die Grabenränder hinaus.&#8220;</p>
<p><strong>Von nichts gewusst?</strong><br />
Nachdem das deutsche Militär am 08. Mai 1945 kapitulierte, gaben sich die Deutschen zunächst unschuldig. Von der Verfolgung der Jüdinnen und Juden sowie der Shoa wollte niemand etwas gewusst haben. Für die Schrecken des Nationalsozialismus wurden Hitler und seine Führungsriege alleinverantwortlich erklärt. Imaginierten sich die Deutschen während des Dritten Reichs als Opfer derer, die ihre Opfer waren, beteuerten sie nun Opfer ihrer Führungsriege gewesen zu sein. An die Rolle, die sie wirklich spielten wollten sie sich nicht erinnern. Sie waren diejenigen ohne deren Unterstützung die systematische Ermordung der Jüdinnen und Juden, der Betrieb der Konzentrations- und Vernichtungslager, der Vernichtungs- und Raubkrieg, wie auch das Naziregime im Allgemeinem nicht möglich gewesen wäre. Nicht etwa Hitler und eine kleine Machtelite schickten 6 Millionen Menschen in den Tod, es waren ganz gewöhnliche Deutsche. In den Lagern arbeiteten sie als AufseherInnen, an der Front kämpften sie für die Wehrmacht oder sie ware einfache BahnarbeiterInnen, die dafür sorgten, dass die Deportationszüge rechtzeitig los fuhren. Sie denunzierten ihre jüdischen NachbarInnen und bereicherten sich nach deren Verhaftung an &#8222;arisierten&#8220; Möbeln. Auch profitierten sie mit am deutschen Angriffskrieg im Osten, der neben neuem &#8222;Lebensraum für das deutsche Volk&#8220; auch das Naziregime refinanzieren sollte. Es waren keine verrückt gewordenen SadistInnen die all dies taten, sondern ganz normale Deutsche &#8211; getrieben von einer völkischen Blut-und-Boden-Ideologie. Alles Jüdische wurde als &#8222;undeutsch&#8220; und damit als den deutschen Volkskörper &#8222;zersetzend&#8220; wahrgenommen. OsteuropäerInnen wurden zu &#8222;minderwertigen Untermenschen&#8220; degradiert, die zwar nicht vollends ausgerottet, wohl aber dezimiert, vertrieben und versklavt werden sollten. Ohne den breiten Rückhalt in der deutschen Bevölkerung, der selbst nach alliierten Bombardements nicht gebrochen werden konnte, wäre der Nationalsozialismus nicht durchführbar gewesen.</p>
<p><strong>&#8222;Aufarbeitungsweltmeister&#8220;</strong><br />
Mit dem 8. Mai 1945 begann in Deutschland die Auseinandersetzung mit den deutschen Taten. In den 50er und 60er Jahren dominierte zuerst die offensive Verdrängung des Geschehenen. Aber auch das Geschehene leugnende und rechtfertigende Strömungen hatten teilweise breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Eben jene empfanden sich zudem immer auch als Opfer. Sei es als Opfer der Alliierten, welche einen vermeintlich harten und sinnlosen &#8222;Bombenkrieg&#8220; gegen deutsche Großstädte führten, als Opfer der &#8222;Vertreibungsspolitik2 oder gar als &#8222;erstes Opfer&#8220; der Nazis, welche &#8211; entgegen ihrer vermeintlichen Versprechen &#8211; die &#8222;ahnungslosen&#8220; Deutschen in den Krieg und zur Judenvernichtung gezwungen hätten. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten verloren jedoch diejenigen politische Strömungen, die die Taten rechtfertigten oder leugneten, immer mehr an Einfluss und wurden zunehmend an den &#8222;rechten Rand&#8220; gedrängt. Später wurde das Geschehene oftmals relativiert und mit anderen Kriegen und Massenmorden in ein Verhältnis gesetzt, das es nicht gibt. &#8222;Die Amerikaner haben doch auch die Indianer ausgerottet&#8220; und &#8222;Stalin hat doch auch Millionen umgebracht&#8220; &#8211; In Verkennung oder Verdrehung der Tatsachen wird dies von deutschen Stammtischen, aus Leserbriefspalten oder dem Wissenschaftsbetrieb, ausgerechnet den alliierten Befreiern Europas vorgehalten. &#8222;Was nicht sein kann, das nicht sein darf&#8220; scheint das Motto der narzisstisch gekränkten deutschen NationalistInnen zu sein. Die Schmach, dass ausgerechnet das eigene nationale Kollektiv für die barbarischste Tat seit Menschengedenken verantwortlich ist, können jene Deutsche nicht ertragen. Sie wollen und können nicht begreifen bzw. müssen offensiv leugnen, dass die Shoa beispiellos war, denn &#8222;Die Ausrottung der Juden war kein Mittel zu einem anderen Zweck. Sie wurden nicht aus militärischen Gründen ausgerottet oder um gewaltsam Land zu nehmen (wie bei den amerikanischen Indianern); es ging auch nicht um die Auslöschung der potentiellen Widerstandskämpfer unter den Juden, mit dem Ziel, den Rest als Heloten besser ausbeuten zu können. (Dies war übrigens die Politik der Nazis Polen und Russen gegenüber.) Es gab auch kein anderes &#8216;äußeres&#8217; Ziel. Die Ausrottung der Juden musste nicht nur total sein, sondern war sich selbst Zweck &#8211; Ausrottung um der Ausrottung willen -, ein Zweck, der absolute Priorität beanspruchte.&#8220; (Moishe Postone)</p>
<p>Nach den Jahrzehnten in denen die Verdrängung, Leugnung und Relativierung der Taten die deutschen Diskurse beherrschten, setzte sich ab Ende der siebziger Jahre ein Bedürfnis nach &#8222;Auseinandersetzung&#8220; immer weiter durch. Der Begriff der &#8222;Aufarbeitung der Vergangenheit&#8220; erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Die deutschen Verbrechen wurden nun seltener relativiert. Das Bekenntnis zur deutschen Schuld wurde sogar zur Staatsräson. Doch eine Form der &#8222;Aufarbeitung der Vergangenheit&#8220; die die richtigen &#8211; nämlich ideologiekritischen &#8211; Schlüsse aus der deutschen Barbarei gezogen hätte, konnte sich nicht ansatzweise durchsetzen. Vielmehr wurden die deutschen Verbrechen und das Bekenntnis zu ihnen konstitutiv für ein neues deutsches Selbstverständnis. Nämlich das einer schuldbewussten und selbstbewussten Nation, welche die Vergangenheit gründlich aufgearbeitet hätte. Eine offene Relativierung der deutschen Verbrechen wird spätestens seit der so genannten &#8222;Wiedervereinigung&#8220; von den allermeisten Eliten in Politik, Medien und Wissenschaft reflexartig attackiert. Die Relativierung und Personalisierung der deutschen Schuld erfreut sich allerdings nach wie vor einer großen, wenn auch transformierten, Beliebtheit. So wird beispielsweise in populären öffentlich-rechtlichen &#8222;Histotainment&#8220;-Sendungen ausführlich über &#8222;Hitlers Helfer&#8220; berichtet, wobei letztlich nur die Spitzenfunktionäre der Nazis vorgestellt werden, während die Abermillionen williger VollstreckerInnen der nationalsozialistischen Ideologie an den Ost-, West- und Heimatfronten zumeist nur als &#8222;verführte&#8220; und &#8222;verblendete&#8220; Opfer der Nazipropaganda auftauchen. Nahezu jährlich entbrennen seit Mitte der neunziger Jahre Debatten um ein angemessenes Gedenken an die deutschen &#8222;Opfer&#8220; des alliierten &#8222;Bombenkriegs&#8220;, der Vertreibung und Enteignung. Alle genannten Debatten sind in Deutschland von dem Bedürfnis geprägt, über das Leid der Deutschen endlich öffentlich sprechen zu dürfen. Ganz so, als sei dies je verboten oder vor bzw. nach dem 8. Mai 1945 ohnehin nicht sehr populär gewesen. Welches Bedürfnis etwa ein Jörg Friedrich in seinem Buch &#8222;Der Brand&#8220; (2004) befriedigt, in dem die Bombenangriffe auf deutsche Städte als &#8222;Vernichtungskrieg&#8220;, Luftschutzkeller als &#8222;Krematorien&#8220; und Bombardierte als &#8222;Ausgerottete&#8220; bezeichnet werden und somit der Luftkrieg mit der Shoa und deutsche TäterInnen mit ihren Opfern gleichgesetzt werden, ist offensichtlich. Auch die Deutschen wollen endlich mal unschuldige Opfer sein. Die offene Relativierung der deutschen Taten durch den Bestsellerautor Friedrich wird dabei im breiten gesellschaftlichen Diskurs kaum thematisiert. Das tatsächliche, subjektive Leiden derjenigen Deutschen, die von Bombenabwürfen oder Vertreibungen betroffen waren, wird dabei zumeist entkontextualisiert und oft um ein vielfaches dramatisiert. Zumeist gerade dann, wenn einer solchen deutschen Jammerei noch pflichtbewusst voraus geschoben wurde, dass es Deutschland war, welches den Vernichtungskrieg begonnen und die Shoa verbrochen hat.</p>
<p>Das internationalisierte Bekenntnis zur deutschen Schuld dient dazu, die deutsche Nation nach Innen und Außen als aufgeklärt und von der Vergangenheit geläutert darzustellen. Das Bedürfnis auch als &#8222;Opfer&#8220; wahrgenommen zu werden, ist dabei nur ein Part. Wenn die Aggressivität der deutschen &#8222;Opfer&#8220; zu groß wird, und innere und äußere Verstimmungen herbeiführen könnte &#8211; wie in den letzten Monaten bei der Debatte um Erika Steinbachs Sitz im Rat der Stiftung &#8222;Flucht, Vertreibung, Versöhnung&#8220; -, werden solche Aussagen medienwirksam zurückgepfiffen. Die deutschen Eliten haben begriffen, dass die ökonomischen und geostrategischen Interessen auf anderen Wegen und in einem weniger polternden Tonfall um einiges effektiver durchgesetzt werden können.</p>
<p>Die vermeintlich erfolgreich stattgefundene und immer noch stattfindende Aufarbeitung der Vergangenheit, dient nicht nur der Schaffung eines modernen und unverkrampften deutschen Nationalismus, sondern führte auch dazu, dass das schwer geläuterte Deutschland nun als Lehrmeister aufzutreten vermag. Aufgrund der eigenen Läuterung sei man nun in der Lage anderen vermeintlichen &#8222;BarbarInnen&#8220; Ratschläge zu erteilen. Die &#8222;Aufarbeitung&#8220; der deutsche Vergangenheit wird so zum moralischen Standortvorteil. Doch leider bleiben die Deutschen &#8211; allen voran jene, die aus der Generation der 68er stammen und aufgrund ihres &#8222;Antifaschismus&#8220; sich selbst von allen ideologischen und persönlichen Verbindungen zur deutschen Ideologie frei sprechen und sich darüber hinaus sogar zu ZivilisiererInnen und ModernisiererInnen der deutschen Nation ernennen &#8211; nicht nur bei &#8222;Ratschlägen&#8220;. Sie gehen auch zu Militärschlägen über. So geschehen im &#8222;Kosovokrieg&#8220; vor zehn Jahren. Josef Fischer, damals grüner Außenminister, begründete seine Zustimmung zu den Angriffen auf die Bundesrepublik Jugoslawien so: &#8222;Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.&#8220; Es ist müßig zu erwähnen, dass im Kosovo keine Massenvernichtung von Kosovo-Albanern vorbereitet wurde, stattdessen wurde der Krieg mit dreisten Propagandalügen gerechtfertigt. Trotzdem erfüllte der Krieg seine Funktion: Die BRD ging als Hauptgewinner aus ihm hervor. Zum einen brachte die Zerschlagung der Bundesrepublik Jugoslawien der BRD ökonomische und geostrategische Vorteile. Zum anderen verfestigte die Teilnahme an diesem Angriffskrieg, sowohl auf internationalem Parkett als auch im Inneren, weiter die Mär eines gänzlich zivilisierten Deutschlands. Ein Deutschland, welches endlich den &#8222;Langen Weg nach Westen&#8220; zurückgelegt habe und aus dem &#8222;Schatten der Vergangenheit&#8220; getreten sei &#8211; geläutert und modern.</p>
<p><strong>Kapitalismus</strong><br />
&#8222;Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte vom Faschismus schweigen&#8220; schrieb Max Horkheimer, als der Nationalsozialismus auf seinem Höhepunkt war. Der Kapitalismus wird von ihm dabei als eine Gesellschaftsform verstanden, die von den Menschen hervorgebracht wurde. Bis heute werden die gesellschaftlichen Verkehrsformen der Menschen (z.B. der morgendliche Brötchenkauf) durch sie hindurch geregelt und bestimmt. Und das in einem fast automatischen Prozess der die, dem Kapitalismus unterworfenen, Menschen beherrscht und zu Objekten degradiert (z.B. als Besitzer und Verkäufer der Ware &#8222;Arbeitskraft&#8220;). Zu diesem fatalen Automatismus führt Allem voran ein fetischisiertes Bewusstsein. Es beruht auf einer unbewussten Verwechslung zweier Dinge. Der gesellschaftliche Charakter der Arbeit unter kapitalistischen Vorzeichen wird als gegenständlicher Charakter des Arbeitsprodukts fehlverstanden. Damit einher geht, dass das gesellschaftliche Verhältnis der Produzenten zur gesamten, von den Gesellschaften geleisteten, Arbeit als ein außerhalb von ihnen existierendes gesellschaftliches Verhältnis von Gegenständen erscheint. Die Verwechslung hat ihren Ursprung darin, dass die Verhältnisse der Menschen in ihren Arbeiten durch den Tausch von Waren vermittelt werden. Das durch von der spezifischen konkreten Arbeit abstrahierte bestimmte gesellschaftliche Verhältnis der Menschen selbst zueinander nimmt für sie also die trugbildhafte Form eines Verhältnisses von Dingen an. Damit ist das fetischisierte Bewusstsein notwendiger Bestandteil der reibungslosen Anerkennung der kapitalistischen Warenproduktion.</p>
<p>Diese kapitalistische Produktionsweise konstituiert die Gesellschaften global und umklammert sie zugleich. Alle Menschen &#8211; egal ob sie über Kapital verfügen oder ob sie einzig ihre Arbeitskraft verkaufen können und müssen &#8211; stehen damit unter einer abstrakten Herrschaft des Kapitals. Sie selbst haben diese Herrschaft, zumeist unbewusst, anerkannt und erhalten sie.</p>
<p>Diese Zusammenhänge werden von den meisten Menschen jedoch nicht ansatzweise begriffen. Deshalb erscheint die Vermehrung von Kapital als etwas rätselhaftes, was sich Menschen tendenziell auf die falsche Weise zu erklären versuchen. Gerade in Deutschland erfreut sich eine personalisierende &#8222;Kapitalismuskritik&#8220; großer Beliebtheit: Vermeintlich bewusst handelnden Personifikationen des Kapitals (Marx nennt diese &#8222;Charaktermasken&#8220;) werden als gierig und egoistisch diffamiert und jene, die nicht einer Arbeit für die Standort- oder Volksgemeinschaft nachgehen können oder wollen, als faule SozialschmarotzerInnen. Dabei wird die Tatsache völlig ignoriert, dass alle Menschen, also auch der &#8222;assoziale Manager&#8220; und der &#8222;assoziale Penner&#8220;, den kapitalistischen Sachzwängen unterliegen. Weder sind die &#8222;Faulen&#8220; also faul, noch die &#8222;Gierigen&#8220; also gierig. Die offene Flanke zum modernen Antisemitismus und Antiziganismus ist unübersehbar. So galten Juden als diejenigen, die durch ihre &#8222;persönliche Bereicherungssucht&#8220; die deutsche Volksgemeinschaft zersetzen. Die &#8222;faulen und stehlenden&#8220; Sinti und Roma tun es ihnen, durch ihre scheinbare Fähigkeit zur Kapitalvermehrung ohne körperliche Arbeit, gleich.</p>
<p>Es sind also der Kapitalismus und das ihm vorausgesetzte, notwendig falsche Bewusstsein, die, gerade in seinen deutschen Varianten, nachweislich den modernen Antisemitismus und Antiziganismus immer wieder aufs Neue hervorbringen. Aus diesem falschen Bewusstsein und in Abwehr zu den durch es anerkannten Zwängen entspringen weitere reaktionäre und bestimmte, zumeist zahlenmäßig unterlegene, Personengruppen massiv gefährdende Ideologien. Abgesehen von der logischen Notwendigkeit, um eine primitive Produktionsform und menschenfeindliche Gesellschaft aufzuheben, ist die Forderung den Kapitalismus zu überwinden auch immer, gerade in Deutschland, eine antifaschistische. Nur in einer Gesellschaft frei von Zwängen kann gewährleistet werden, dass sich keine reaktionären Ideologien entwickeln.</p>
<p><strong>Deutschland 2009 &#8211; Gänzlich anders?</strong><br />
So richtig und wichtig es ist darauf hinzuweisen, dass die deutsche Ideologie heutiger Ausformung nicht mit der nationalsozialistischen Version verwechselt werden darf, so falsch ist es, jegliche ideologische Anknüpfungspunkte zu leugnen. Dies aber ist in der gründlich zivilisierten Bundesrepublik der Fall. Ideologische Fragmente, die auch und gerade für den Nationalsozialismus konstitutiv waren, haben sich in einen postnationalsozialistischen Sozialpakt transformiert. Die Einheitsgewerkschaften, die Volksparteien, die Stammtische, die &#8222;Bündnisse für Arbeit&#8220; und der ständige Appell aus allen politischen Lagern, doch bitte an den Standort und die Allgemeinheit zu denken und nicht &#8222;egoistische&#8220; Interesse zu vertreten, sind nur deren offensichtlichster Ausdruck. Auch ein völkischer Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus ist keineswegs verschwunden, wenn auch Rassismus und Nationalismus heute eher kulturalistisch auftritt. MigrantInnen zum Beispiel, die dem Standort oder der Fußballnationalmannschaft dienen, sollen gern gesehen sein. Dennoch ist ein Umschlagen in einen klassischen völkischen Rassismus und Nationalismus, gerade in Krisenzeiten, nicht auszuschließen. Die völkisch-rassistischen Pogrome und Diskussionen der frühen neunziger Jahre können und müssen als Warnungen verstanden werden.</p>
<p><strong>Die richtigen Konsequenzen ziehen!</strong><br />
Die Existenz des Staates Israel setzt globalen AntisemitInnen wirksame Grenzen und dient als Schutzraum aller vom Antisemitismus verfolgten Menschen. Die Gründung Israels war eine richtige und notwendige Konsequenz aus Auschwitz. Gerade in einer Welt, die nicht bereit war und ist andere Konsequenzen zu ziehen. Solange es also Antisemitismus gibt, muss das Existenzrecht Israels verteidigt werden und Antizionismus, egal ob von links oder rechts, bekämpft werden!</p>
<p>Deutschland hat kein Recht, politische Interessen zu artikulieren und sich als Moralapostel zu gebärden.</p>
<p>Jeder Revisionismus, egal ob er aus den Reihen der &#8222;Heimatvertriebenen&#8220;, der radikalen Rechten oder &#8222;der demokratischen Mitte&#8220; geäußert wird, jede Verwischung der Grenzen zwischen deutschen TäterInnen und ihren Opfern und jedem positiven Bezug auf die deutsche Nation ist radikal entgegenzutreten!</p>
<p>Die Verhältnisse die den deutschen Wahn möglich machten sind keineswegs überwunden. Die völkische Ideologie und die postnazistischen Sozialpakte leben fort. Ein Umschlagen des Kapitalverhältnisses in die Barbarei bleibt in Deutschland und anderes wo solange denkbar, wie das Leben der Menschen von Staat und Kapital, Fetischismus und Ideologien bestimmt und strukturiert wird.</p>
<p><strong>Remember</strong><br />
Am 8. Mai gedenken wir aller Opfer des deutschen Vernichtungswahnes, der Jüdinnen und Juden, der Roma und Sinti, der ZwangsarbeiterInnen, der Kriegsgefangenen, der &#8222;behinderten&#8220; Menschen, der Homosexuellen, KommunistInnen, Freigeister, der Arbeits- und Kriegsdienstverweigerer und allen Opfern des Vernichtungskrieges der Deutschen. Wir gedenken Antifaschistinnen und Antifaschisten dieser Erde, die im Kampf gegen die Deutschen und ihre Verbündeten ihr Leben gaben. Wir danken denen, die in diesem Kampf Gefahren auf sich nahmen. Wir danken auch den Alliierten für die Niederwerfung des Nationalsozialismus. Die Zerschlagung Nazi-Deutschlandsdurch die Alliierten war und bleibt richtig und wichtig!</p>
<p><strong>Deutschland auflösen &#8211; Für den Kommunismus!</strong></p>
<h2>Antifaschistische Demonstration<br />
08.05.2009 | 19.00 Uhr | Köln Hauptbahnhof</h2>
<p>Weitere Aufrufe und Infos zur Demonstration unter <a href="http://www.no-racism.mobi/" target="_blank">no-racism.mobi</a></p>
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		<title>Decrypt Nummer 4 erschienen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 16:12:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, wird sich die decrypt aktuell in  einer Nachbetrachtung zum Umgang der deutschen Linken mit den jüngsten  Geschehnissen im Nahen Osten versuchen. Anlässlich des 24. März 2009, dem  zehnten Jahrestages des Kosovo-Krieges, findet ihr eine kritisch-historische  Analyse des ersten deutschen Angriffskrieges nach 1945. Weitere Themen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=110&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div class="entry-content">
<p>Wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt, wird sich die decrypt aktuell in  einer Nachbetrachtung zum Umgang der deutschen Linken mit den jüngsten  Geschehnissen im Nahen Osten versuchen. Anlässlich des 24. März 2009, dem  zehnten Jahrestages des Kosovo-Krieges, findet ihr eine kritisch-historische  Analyse des ersten deutschen Angriffskrieges nach 1945. Weitere Themen mit  aktuellen Bezug sind ein Interview mit dem „EA Wuppertal“ über den Autonomen 1.  Mai in Wuppertal, letzte Infos der „Antifaschistischen Aktion Hannover“ zum  zentralen Naziaufmarsch am 1. Mai, sowie ein Bericht des „Antifaschistischen  Bündnis 28.03.“ über die alljährliche Dortmunder Thomas-Schulz-Gedenkdemo.</p>
<p>Die beiden Gruppen „Antifaschistische Union“ und „antifaschistischer Impuls“  aus Dortmund berichten über den Diskurs um den Dortmunder Polizeipräsidenten und  über die Relevanz von Antifa-Vernetzungen. Zudem findet ihr in der aktuellen  Ausgabe ein Interview mit dem Duisburger AZ „T5″ und einen Beitrag der antifascist youth Dülmen über  Stauffenberg im deutschen Erinnerungsdiskurs. Im praxisbezogenen Artikel findet  ihr nützliche Infos und Tips zur Öffentlichkeitsarbeit.</p>
<p>Vierte Ausgabe <a href="http://decrypt.blogsport.de/images/decrypt04.pdf">hier  herunterladen</a><br />
oder <a href="http://decrypt.blogsport.de/kontakt/">bestellen</a></div>
<p><!-- .entry-content --></p>
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		<title>Aufruf: Keine Homezone für Nazis!</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 16:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[antifa]]></category>
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		<description><![CDATA[Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas  “Schmuddel” Schulz am 28.03.2009 in Dortmund!
Am 28. März 2009 jährt sich zum vierten Mal jener Tag, an dem der Punk Thomas  Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem damals noch 17 jährigen Neonazi Sven Kahlin  von der Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld in einer belebten  U-Bahn-Station brutal [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=101&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Gedenken an Thomas  “Schmuddel” Schulz am 28.03.2009 in Dortmund!</strong></p>
<p>Am 28. März 2009 jährt sich zum vierten Mal jener Tag, an dem der Punk Thomas  Schulz, genannt „Schmuddel“, von dem damals noch 17 jährigen Neonazi Sven Kahlin  von der <em>Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld</em> in einer belebten  U-Bahn-Station brutal niedergestochen wurde und kurz darauf verstarb. Bei der  diesjährigen Gedenkdemo geht es uns einerseits darum, an das Opfer des  Nazimordes zu erinnern und diese traurige Realität gegen diejenigen zu  verteidigen, die diese Tat zu entpolitisieren versuchten und es immer noch  versuchen. Zum Anderen müssen die immer stärker werdende Neonaziszene und ihre  vermehrten brutalen Angriffe auf Linke, MigrantInnen und alternative  Kulturprojekte thematisiert werden, indem wir ihnen und der Öffentlichkeit mit  einer großen und entschlossenen Demonstration verdeutlichen, dass wir den Mord  an Thomas Schulz nicht vergessen haben und verstärkt gegen die lokale  Neonaziszene vorgehen werden.<br />
Der nicht wegen Mordes, sondern nur wegen Totschlags  verurteilte Sven Kahlin ließ bei einem Neonaziaufmarsch im letzten Jahr in  Herford von seinen Kameraden eine Grußbotschaft verlesen und steht auch sonst  weiterhin in regem Kontakt mit den Dortmunder Neonazis. Ende 2008  solidarisierten sich diese in Form von Grußkarten mit weiteren verurteilten  neonazistischen Schlägern und Mördern, wie dem Berliner Polizistenmörder Kay  Diesner und Robin Schliemann, der im letzten Jahr einen Kunden in einem  Dortmunder Supermarkt mit vier Schüssen schwer verletzte.<br />
Die Verlautbarungen  der Dortmunder Kameradschaft nach dem Mord zeugten von einem enormen  Selbstbewusstsein und einer noch größeren Gewaltbereitschaft. „Die Machtfrage  wurde gestellt und wurde für uns befriedigend beantwortet“, hieß es im Internet.  Und drohend: „[…] in einigen Monaten stehen die Dortmunder Punks wieder ohne  bundesweite Unterstützung dar. Nicht vergessen: Wir haben und werden weiterhin  den Ton angeben […]“. Anfang diesen Jahres starteten die Dortmunder Neonazis  eine Outing-Kampagne gegen vermeintliche und tatsächliche Linke. Diese wird  sich, so bekunden die Neonazis, von der Antifa bis hin zu Kirchenvertretern  gegen all jene richten, die sich in linken oder zivilgesellschaftlichen  Zusammenhängen gegen Neonazis engagieren. Angesichts der Aufkleber und Plakate,  die kurz nach dem Mord verklebt wurden, auf denen es unmissverständlich und  drohend heißt: „Wer der Bewegung im Weg steht, muss mit den Konsequenzen leben!“  und „Antifaschismus ist ein Ritt auf Messersschneide“, müssen die Gefahren  solcher Kampagnen seitens der Neonazis ernst genommen werden. Die hiesigen  Neonazis erlangen nicht nur durch ihre bundesweiten Demonstrationen zum  <em>Antikriegstag</em> große Bedeutung. Auch im Alltag zeigen sie mehr Präsenz  und fühlen sich sicher, wenn sie unter der Woche ihre Flugblätter verteilen und  am Wochenende in der im Brückstraßenviertel gelegenen <em>Coronita Bar</em> ihre  Biere trinken. So prägen Anschläge mit Buttersäure und Farbbomben auf das  soziokulturelle Wohnprojekt <em>HippiH-Haus</em>, Angriffe mit Schlagstöcken und  Pfefferspray auf die alternative Kneipe <em>Hirsch Q</em> und deren  BesucherInnen und die mit Steinen und Stahlzwillen attackierten Wahlkreisbüros  von den Parteien <em>Die Linke</em> und <em>Bündnis90/dieGrüne</em>n sowie  Angriffe auf das Literaturcafé <em>Taranta Babu</em> das Szenario der  Nazibedrohung in Dortmund.</p>
<p>Doch all das bleibt nicht unkommentiert. Mehrere Neonaziaufmärsche in  Dortmund mussten Dank des entschlossenen antifaschistischen Widerstands  erheblich verkürzt, umgeleitet oder sogar frühzeitig abgebrochen werden. Auch  Thorsten Kellerhoff, der hier mit seinem rechten Fashion-Laden <em>Goaliat</em> Fuß zu fassen versuchte, um <em>Thor Steinar</em>-Kleidung an rechte Dortmunder  Hools zu verkaufen, musste schnell feststellen, dass Glas nicht bruchsicher ist  und auch seine alltägliche Nachtwache ihn nicht vor antifaschistischem Besuch  schützte. So konnte er dem anhaltenden Protest nicht länger standhalten und  schloss sein Geschäft. Ein in diesem Kontext an den <em>BVB</em> gerichteter  offener Brief antifaschistischer Gruppen führte sogar dazu, dass der Verein das  Tragen von <em>Thor Steinar</em>-Kleidung innerhalb des Westfalenstadions – auch  für die MitarbeiterInnen – verbot. Es zeigt sich also, dass ein konsequenter  Antifaschismus, der nicht auf die Inszenierung eines besseren Deutschlands  abzielt, Neonazis in ihrer öffentlichen Selbstdarstellung erheblich zu behindern  vermag und ihre Strukturen nachhaltig schwächen kann.</p>
<p>Allerdings muss die Frage gestellt werden, inwieweit das skandalöse Verhalten  von Polizei und Stadtverwaltung dazu beigetragen hat, dass sich eine derart  aktive und gut organisierte Neonaziszene in der Stadt etablieren konnte. Es gibt  zwar nun auch eine eng mit dem Staatsschutz kooperierende  <em>Koordinationsstelle für Vielfalt, Demokratie und Toleranz</em>, die bisher  jedoch öffentlich kaum wahrnehmbar ist. Anstatt den Kontakt zu  antifaschistischen Initiativen zu suchen, gibt man die Hälfte des Etats für eine  wissenschaftliche Studie aus, an der antifaschistischen Basis spürt man vom  städtischen Engagement bislang jedoch wenig. Der Polizeipräsident Hans Schulze  ist sich keiner Schuld bewusst und verweist brav auf die verfassungsrechtlich  geschützte „Meinungsfreiheit“. Am 6. September ließ er ganze Stadtteile mit 18  Hundertschaften, Gittern und Wasserwerfern abriegeln, sah die öffentliche  Sicherheit und Ordnung durch Mahnwachen an Stolpersteinen und dem jüdischen  Friedhof gefährdet und befürchtete hauptsächlich „Belästigungen für unbeteiligte  Dritte“ und feierte es schließlich als „Erfolg“, dass mehr als 1.100 Neonazis  ungehindert durch Dortmund marschieren konnten. Doch auch viele Dortmunder  BürgerInnen scheinen sich eher an den mit Großaufmärschen und Gegenprotesten  einhergehenden Verkehrsbehinderungen zu stören als an der Tatsache, dass Jahr  für Jahr hunderte NationalsozialistInnen durch die Stadt marschieren.</p>
<p>Anlässlich des Mordes an Thomas „Schmuddel“ Schulz demonstrierten 2005 mehr  als 4.000 AntifaschistInnen in Dortmund gegen Neonazis. Dazu hatte ein breites  Bündnis antifaschistischer Gruppen aufgerufen. Der Mord bewirkte zwar kurzzeitig  eine mediale Skandalisierung. Gegenüber dem im Sommer 2000 praktizierten  „Aufstand der Anständigen“ blieb hier eine breite zivilgesellschaftliche  Teilnahme an der Empörung aber weitgehend aus. Die Tat wurde bald zum Konflikt  zwischen linken und rechten Jugendbanden verklärt und schlussendlich durch das  richterliche Urteil vollends entpolitisiert. Auch heute noch beschränkt sich der  hiesige bürgerliche Protest darauf, eine Kundgebung fernab vom eigentlichen  Spektakel abzuhalten, anstatt sich den Neonazis effektiv in den Weg zu stellen,  wie jüngst in Köln zum so genannten <em>Anti-Islamisierungskongress</em> der  Rechtspopulisten geschehen. Für uns hingegen kann nur eine radikale Kritik  kapitalistischer Vergesellschaftung, die auch die Ablehnung von Volk, Staat,  Nation und Kapital einschließt, letztlich die befreite Gesellschaft ein Stück  näher bringen.</p>
<p><strong>Kommt zur antifaschistischen Demonstration:<br />
28.03.2009 / 15:00 h /  Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)</strong></p>
<p><strong>Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!<br />
Gegen Neonazis und  deutsche Verhältnisse!</strong></p>
<p>Achtet auf Ankündigungen und Änderungen!<br />
<a href="http://antifaunion.blogsport.de/">http://antifaunion.blogsport.de</a></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Stellungnahme: Freiraumbegriff und versetzt</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 17:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[antifa]]></category>
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		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[münster]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem wir für unsere Soli-Aktion für das versetzt in Münster und der zugehörigen Pressemittelung auf unserem Blog kritisiert wurden, setzte bei uns eine Phase der Reflexion und Selbstkritik ein. In dieser Phase wurden der Begriff des &#8222;Freiraums&#8220; ebenso wie unsere Aktion und unsere Motivation dazu kritisch hinterfragt.
Die folgenden Punkte stellen die Ergebnisse dieses Prozesses innerhalb [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=98&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nachdem wir für unsere Soli-Aktion für das versetzt in Münster und der zugehörigen Pressemittelung auf unserem Blog kritisiert wurden, setzte bei uns eine Phase der Reflexion und Selbstkritik ein. In dieser Phase wurden der Begriff des &#8222;Freiraums&#8220; ebenso wie unsere Aktion und unsere Motivation dazu kritisch hinterfragt.<br />
Die folgenden Punkte stellen die Ergebnisse dieses Prozesses innerhalb unserer Gruppe dar:</p>
<ul>
<li>Zur Kritik sollte auch immer die Selbstkritik gehören. Einzelpersonen und erstrecht politische Gruppen sollten jederzeit dazu bereit sein, eigene Positionen, Aktionen, Äußerungen kritisch zu hinterfragen und die ihnen innewohnenden Fehler  erkennen.</li>
</ul>
<ul>
<li> Der Begriff des Freiraums, wie er in unserer Pressemitteilung zum Versetzt verwendet wird, ist falsch. Er erzeugt den Eindruck bei Räumlichkeiten, wie dem versetzt, handele es sich um Räume in denen die kapitalistische Logik samt ihrer Folgen nicht gelte. Dieser Denkfehler kann leicht dazu führen, dass der Kampf um &#8222;Freiräume&#8220; davon ablenkt das falsche Ganze tatsächlich zu verändern: Der Fokus lenkt sich auf das Schaffen und den Erhalt vermeintlicher &#8222;Freiräume&#8220; und mensch verliert die Veränderung der gesellschaftlichen Zustände aus den Augen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Insofern kann es als Fehler gesehen werden, sich zu sehr darauf zu versteifen diese Räume, die ja eben keine Freiräume sind, zu verteidigen. Dies kann auch in Münster so gesehen werden, da ja neben dem versetzt auch andere Räumlichkeiten existieren, in denen sich politische Gruppen treffen und organisieren können. Es erscheint uns daher durchaus legitim zu äußern, dass das versetzt nicht zwingend notwendig ist für Münster.</li>
</ul>
<ul>
<li>Nichts desto trotz fühlen wir uns dem versetzt verbunden. Uns als Einzelpersonen (vor der Gründung dieser Gruppe) diente das versetzt immer als einziger Anlaufpunkt in Münster, einige von uns wurden von dort aus bei Problemen gut unterstützt. Aus dieser Tatsache ergibt sich unsere Solidarität für das versetzt.</li>
</ul>
<p>Wir erkennen somit auf der einen Seite unsere Fehler besonders im Hinblick auf den von uns unkritisch verwendeten Begriff &#8222;Freiraum&#8220; an und distanzieren uns von der damit verbunden Pressemitteilung, die allerdings zur Dokumentation hier weiter öffentlich bleiben wird. Andererseits fühlen wir uns dem versetzt aus persönlichen Erfahrungen heraus weiter verbunden, selbst wenn es wohl (nach unserer Neupositionierung in dieser Sache) politisch einige Differenzen geben wird.<br />
Für die Zukunft ist geplant nach weiteren Überlegungen einen Text zu Besetzungen und sozialen Zentren zu verfassen, in dem unsere Position deutlich gemacht wird. Wenn seitens anderer Gruppen oder Einzelpersonen Interesse am gemeinsamen Verfassen einer solchen Position besteht, würden wir uns darüber sehr freuen.</p>
<p>AYD</p>
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		<item>
		<title>Pressemitteilung: Versetzt bleibt!</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2009/02/09/pressemitteilung-versetzt-bleibt/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 01:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[antifa]]></category>
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		<category><![CDATA[dülmen]]></category>
		<category><![CDATA[münster]]></category>
		<category><![CDATA[presse]]></category>
		<category><![CDATA[transparent]]></category>
		<category><![CDATA[versetzt]]></category>

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		<description><![CDATA[Versetzt in Münster bleibt!
Die antifascist youth Dülmen hängte in der Nacht zum Montag den 9. Februar am Dülmener Hauptbahnhof ein Transparent auf, auf dem sie ihre Solidarität mit den BesetzerInnen in der Grevener Straße in Münster zum Ausdruck bringt. Das Transparent zeigt den Schriftzug: &#8222;Versetzt MS bleibt!&#8220; und wurde am Dach des Bahnhofes neben dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=95&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Versetzt in Münster bleibt!</strong><br />
Die antifascist youth Dülmen hängte in der Nacht zum Montag den 9. Februar am Dülmener Hauptbahnhof ein Transparent auf, auf dem sie ihre Solidarität mit den BesetzerInnen in der Grevener Straße in Münster zum Ausdruck bringt. Das Transparent zeigt den Schriftzug: &#8222;Versetzt MS bleibt!&#8220; und wurde am Dach des Bahnhofes neben dem Emblem der &#8222;Deutschen Bahn&#8220; befestigt.</p>
<p>Das Versetzt in Münster ist eines der wenigen selbstverwalteten kulturellen/sozialen Zentren in der Umgebung und stellt für alternative Jugendliche einen wichtigen Anlaufpunkt dar. Nach der Räumung der Grevener Straße 59 und dem Abriss des Gebäudes droht nun auch dem Versetzt, in dem regelmäßig Kneipenabende und kulturelle Veranstaltungen stattfinden, die Räumung. So ginge ein wichtiger kultureller Freiraum verloren.<br />
<strong>Alternative Freiräume erhalten!</strong></p>
<p>Weitere Informationen über das Versetzt finden sich unter:<br />
<a href="http://grevener.blogsport.de">http://grevener.blogsport.de</a> und <a href="http://versetzt.blogsport.de">http://versetzt.blogsport.de</a></p>
<p><img src="http://afyd.files.wordpress.com/2009/02/k-dscf2159.jpg?w=534&#038;h=400" alt="Transparent am Bahnhof" width="534" height="400" /></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/95/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/95/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/95/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=95&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Transparent am Bahnhof</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Dritte Ausgabe der decrypt erschienen</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 10:18:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[antifa]]></category>
		<category><![CDATA[decrypt]]></category>
		<category><![CDATA[zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[In der aktuellen Ausgabe findet Ihr Interviews mit der schwedischen
Kulturkampanjen zum Anschlag auf das autonome Zentrum Cyclopen, dem
Antifa AK Köln zum &#8230;ums ganze!-Bündnis und dem Dortmunder AK-Freiraum.
Schwerpunkt der dritten Ausgabe sind Besetzungsbewegungen im
Rhein-Ruhr-Gebiet. In der Tipps&#38;Tricks-Sparte beschäftigen wir uns
dieses Mal mit dem richtigen Umgang mit Nazi-AussteigerInnen. Weitere
Themen sind unter anderem der Wahlkampf der NPD im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=91&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der aktuellen Ausgabe findet Ihr Interviews mit der schwedischen<br />
Kulturkampanjen zum Anschlag auf das autonome Zentrum Cyclopen, dem<br />
Antifa AK Köln zum &#8230;ums ganze!-Bündnis und dem Dortmunder AK-Freiraum.<br />
Schwerpunkt der dritten Ausgabe sind Besetzungsbewegungen im<br />
Rhein-Ruhr-Gebiet. In der Tipps&amp;Tricks-Sparte beschäftigen wir uns<br />
dieses Mal mit dem richtigen Umgang mit Nazi-AussteigerInnen. Weitere<br />
Themen sind unter anderem der Wahlkampf der NPD im Münsterland, Fashion<br />
und Neonazis, die Finanzkrise und der Abschiebeknast in Neuss.</p>
<p>Die gedruckte Version des Heftes kann wie gewohnt unter<br />
decrypt(ätt)safe-mail.net kostenlos bestellt werden und wird ab Mitte<br />
kommender Woche verschickt.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/91/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/91/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/91/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/91/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/91/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/91/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/91/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/91/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/91/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/91/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=91&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Demo-Aufruf: Krieg dem antisemitischen Terror &#8211; Solidarität mit Israel!</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2009/01/09/demo-aufruf-krieg-dem-antisemitischen-terror-solidaritat-mit-israel/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 13:15:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist mal wieder soweit: Kein Thema dominiert die Berichterstattung der letzten Tage in den deutschen Medien so, wie die aktuelle Lage im Nahen Osten. Doch der Krieg an sich kann es nicht sein, der dieses große mediale Interesse auf sich zieht und Zehntausende, &#8211; allen voran arabische Verbände, IslamistInnen, antiimperialistische Linke, türkische FaschistInnen und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=88&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es ist mal wieder soweit: Kein Thema dominiert die Berichterstattung der letzten Tage in den deutschen Medien so, wie die aktuelle Lage im Nahen Osten. Doch der Krieg an sich kann es nicht sein, der dieses große mediale Interesse auf sich zieht und Zehntausende, &#8211; allen voran arabische Verbände, IslamistInnen, antiimperialistische Linke, türkische FaschistInnen und Neonazis &#8211; , auf die Straßen treibt. Denn wenn es den dort versammelten „FriedensfreundInnen“ um das Elend des Krieges an sich ginge, müsste es noch viel größere Demonstrationen gegen den brutalen Krieg im Kongo, der laut Aussage des „International Rescue Committee“ seit 1998  bereits 5,4 Mio. Todesopfer forderte, oder gegen den Krieg des islamistischen sudanesischen Regimes in Darfur (mindestens 400.000 Todesopfer) geben. An dieser Stelle soll nicht der perverse Versuch gemacht werden, Opfer von militärischen Auseinandersetzungen gegeneinander aufzurechnen, doch die genannten Opferzahlen verweisen auf eins: Es scheint vor allem eine militärische Intervention Israels zu sein, welche weltweite Empörung hervorruft.<br />
<span id="more-88"></span><br />
Nach dem sechsmonatigen, zumindest formellen Waffenstillstand zwischen Israel und der islamistischen Terrororganisation Hamas, der von Seiten der Hamas in den letzten Monaten ständig durch den Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen gebrochen wurde, und den darauf folgenden israelischen Verteidigungsmaßnahmen seit Ende Dezember, kam es zu einer erneuten Eskalation der Gewalt. Seitdem wird von nahezu allen Seiten nach einer friedlichen Lösung des Konflikts geschrien. Nicht zuletzt in Deutschland, dem Land, das in der historischen Tradition des Nationalsozialismus und der Shoa steht, zeigt mensch sich erbost darüber, dass Jüdinnen und Juden sich gegen antisemitischen Terror zu Wehr setzen. So forderten etwa VertreterInnen aller politischen Strömungen, mensch solle sich wieder mit der islamistischen Mörderbande der Hamas an einen Tisch setzen und verhandeln. Der bundesdeutsche Außenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier erklärte gegenüber dem ZDF „Die Schuldfrage ist nicht eindeutig zu klären“, und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), sagte dem NDR die israelische Regierung müsse „das Signal senden, dass Kooperation zu mehr Rechten und mehr Freiheiten für die Palästinenser führt“. Dass jedoch mit einer Gruppe wie der Hamas nicht zu verhandeln ist, zeigt schon ihr erklärter Wille, Israel von der Landkarte zu streichen und die „Juden wieder ins Meer zu treiben“. Die Hamas fordert zudem in ihrer Charta ganz unverhohlen die Vernichtung des Staates Israel. Es geht der Hamas nicht darum, eine bessere Situation für die palästinensische Bevölkerung auszuhandeln oder einen eigenen Staat neben Israel zu gründen, was der arabischen Bevölkerung Palästinas schon mehrfach angeboten wurde, sondern um eine vollständige Vernichtung Israels und die Errichtung eines islamistischen Regimes auf dessen Boden, in welchem Homosexuelle, selbstbewusste Frauen, „Ungläubige“ und alle anderen Menschen, die nicht ins Muster der islamischen Umma passen, nichts zu lachen hätten. Trotz all dieser Fakten, die jeder und jede wissen könnte, wird die Hamas von weiten Teilen der deutschen Medien und Bevölkerung nicht als Problem ausgemacht. Die Ansicht, Israels Antwort auf den ständigen Raketenbeschuss der letzten Monate gleiche einem „Bombenterror“, („Neues Deutschland“) und sei „unverhältnismäßig“(Frank-Walter Steinmeier gegenüber dem ZDF) dürfte die absolute Mehrheitsmeinung sein.</p>
<p><strong>Die Notwendigkeit Israels</strong></p>
<p>Israel, welches als einziger Staat im Nahen Osten, Homosexuellen, selbstbewussten Frauen, „Ungläubigen“ und alle anderen Menschen, die nicht ins Muster der islamischen Umma passen wollen oder können, einen halbwegs sicheren Schutzraum gewährt, erfüllt aber zusätzlich noch eine mindestens ebenso wichtige Funktion, nämlich die, allen vom Antisemitismus Verfolgten Schutz zu gewähren. So stellt Israel die einzige direkte, logische und notwendige Konsequenz aus dem antisemitischen Vernichtungswahn der Deutschen, welcher in Auschwitz seinen Höhepunkt fand, dar. Aufgrund des weltweit wieder zunehmenden Antisemitismus ist Israel auch heute noch eine pure Notwendigkeit. Doch anstatt sich mit dem Staat der Shoa-Überlebenden zu solidarisieren, verfallen viele Menschen, &#8211; nicht zuletzt in der antiimperialistischen Linken, &#8211; in stumpfen Antizionismus, der sich schon beim oberflächlichen Betrachtungen als stumpfer Antisemitismus in einem anderen Gewand entpuppt. Bei dieser Form des Antisemitismus werden all die historischen Ressentiments der antisemitischen Dämonisierung einfach auf den Staat Israel übertragen und Israel als &#8222;Aggressor&#8220; im Nahen Osten dargestellt. Dass Israel seit 60 Jahren seine Existenz gegen eine feindlich gesonnene Umgebung verteidigen muss, wird dabei stets geleugnet, und in völkischer Manier wird Israel „Landraub“, „Vertreibung“ und „Völkermord“ vorgeworfen. Vergessen wird dabei, dass alle umliegenden arabischen Staaten Israel in seiner Gründungsnacht den Krieg erklärten und die palästinensische Bevölkerung dazu aufriefen, das Land zu verlassen, um den neuen jüdischen Staat dem Erdboden gleich machen zu können.</p>
<p><strong>Am längsten lebe Israel!</strong></p>
<p>Oft wird von Seiten der „FreundInnen Palästinas“ auch der Vorwurf erhoben, die Juden seien am Antizionismus und Antisemitismus in der arabischen Welt durch ihre „Kriegstreiberei“ und ihren „Imperialismus“ selbst schuld. Doch Antisemitismus ist keine rational nachvollziehbare und begründbare Abneigung, sondern stellt eine Projektion des nicht verstandenen Negativen im Kapitalismus und des „Bösen“ im Allgemeinen auf die Juden, und im Fall des Antizionismus auf Israel dar. Wert, Geld und Tausch sind abstrakte, heimatlose Formen, welche in dieser falschen Analyse der kapitalistischen Verhältnisse bestimmten Personen wie etwa „(jüdischen) Bankiers“, „(jüdischen) Yuppies“ oder „(jüdischen) Bonzen“ zugeschrieben werden. Diese falsche Analyse gipfelt im Vorwurf der „jüdischen Weltverschwörung“ mit der Unterstellung, die Juden würden „im Hintergrund die Fäden ziehen“. An einer Vernichtung „des Juden“ soll also nach dieser „Logik“ die Welt von den Problemen des Kapitalismus genesen. Dass der im antisemitischen Weltbild als typisch „jüdisch“ gebrandmarkte Zins und das Profitstreben jedoch notwendige Grundlagen der kapitalistischen Reichtumsproduktion sind, wird nicht begriffen. Die Erkenntnis dieser Zusammenhänge lässt klar werden, dass es eine Kritik des Antisemitismus nicht losgelöst von einer Kritik der kapitalistischen Totalität geben kann. Gleichzeitig muss betont werden, dass Israel als Schutzstaat für alle vom Antisemitismus Verfolgten und als jüdisch „erkannte“ Menschen, bis zu einer emanzipatorischen Überwindung des Kapitalismus existieren muss. Eine endgültige Überwindung des Antisemitismus kann nämlich nur durch eine fortschrittliche Überwindung des Kapitalismus, hin zu einer befreiten, emanzipierten Gesellschaft, erreicht werden.<br />
<strong><br />
Krieg dem antisemitischen Terror,<br />
Solidarität mit Israel,<br />
Für den Kommunismus!</strong></p>
<p>antifaschistische und kommunistische Gruppen aus NRW im Januar 2009</p>
<p><strong>Kundgebung: 10.01.2009 ||  14.00 || Köln &#8211; Wallrafplatz (Achtet auf Ankündigungen! Eventuell wird sich der Ort noch ändern!)<br />
</strong></p>
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		<item>
		<title>Presseerklärung zur öffentlichen Diskussion über Nazis in Dülmen</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2008/12/27/presseerklarung-zur-offentlichen-diskussion-uber-nazis-in-dulmen/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 21:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa-Gruppen]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Folgenden veröffentlichen wir eine Presseerklärung, die am 27.12. an Dülmener Zeitungen versandt wurde. Wir stellen hier unsere Position zur Berichterstattung über Nazis in Dülmen und zum Gedenken an die Familie Eichengrün dar.
Nun, da die Existenz der „Freien Nationalisten aus Dülmen“ bekannt geworden ist, wird endlich auch für die Dülmener Öffentlichkeit deutlich, dass auch in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=81&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Im Folgenden veröffentlichen wir eine Presseerklärung, die am 27.12. an Dülmener Zeitungen versandt wurde. Wir stellen hier unsere Position zur Berichterstattung über Nazis in Dülmen und zum Gedenken an die Familie Eichengrün dar.<span id="more-81"></span></p>
<p>Nun, da die Existenz der „Freien Nationalisten aus Dülmen“ bekannt geworden ist, wird endlich auch für die Dülmener Öffentlichkeit deutlich, dass auch in der idyllischen Kleinstadt Dülmen eine rechtsextreme Szene existiert. Die Stadt hatte diese Existenz jahrelang vehement geleugnet und so wohl einen entsprechenden Anteil zum Fußfassen der Neo-Nazis geleistet. Die Notwendigkeit offizieller Präventionsmaßnahmen wurde schlicht ignoriert.<br />
Da scheint es doch nicht nur ein seltsamer Zufall zu sein, dass ausgerechnet nach dem Angriff auf den Passauer Polizeichef sich jetzt auch die Dülmener Öffentlichkeit mit den Thema zu beschäftigen beginnt. Schließlich existiert auch die nun thematisierte Gruppe schon recht lange, dem wurde allerdings keine Aufmerksamkeit geschenkt. Auch, dass nun behauptet wird, die Mitglieder stammten gar nicht aus Dülmen ist für die antifascist youth Dülmen eine Farce. Scheinbar scheint es für einige Personen schwer vorstellbar zu sein, dass ausgerechnet Dülmener in solcher Weise aktiv werden. Der AYD sind allerdings Mitglieder der FNAD namentlich bekannt; die Gruppe kann diese Vermutung daher als falsch bezeichnen.<br />
Auch die Forderungen, die in der Öffentlichkeit nun verlautbart werden, stellen für die AYD keine adäquaten Lösungsansätze dar. Die Auflösung der FNAD ist keine Lösung des Problems der Existenz rechten Gedankenguts. So wird nur wieder eine oberflächlich „heile Welt“ hergestellt unter deren Oberfläche ausländerfeindliches, rassistisches und antisemitisches Gedankengut weiter wuchern kann. Schließlich handelt es sich hier nicht nur um Ideologien, die von Neo-Nazis, wie den FNAD vertreten werden, sondern um gesellschaftlich weit verbreitete Tendenzen, die von der Wurzel an bekämpft und aus dem Köpfen verbannt werden müssen. So sieht die AYD, die sich im Sommer diesen Jahres gründete, ihre Aufgabe nicht nur in der Bekämpfung von Neo-Nazis, sondern ebenfalls in der Gegnerschaft zum tendenziell rassistischen und antisemitischen Konsens großer deutscher Gesellschaftsteile.<br />
So begrüßt die AYD zwar einerseits die Umbenennung des Platzes vor San Remo in „Eichengrün-Platz“ und das damit verbundene Gedenken an die Dülmener Juden und Jüdinnen, sieht aber einerseits auch die Probleme der Dülmener Gedenk-Politik. Die Gedenktafel, die am Modehaus Ahlert an die Vorbesitzer Eichengrün erinnert ist zum einen aufgrund ihrer Größe nur für informierte Passanten zu entdecken und verbirgt außerdem entscheidende Details. Aus ihr geht nur hervor, dass die Familie Ahlert 1939 das Geschäft übernahm. Dass diese Übernahme mit der Tatsache der Entrechtung aller Juden und Jüdinnen zusammenhing, wird nicht erwähnt. Dass die Familie Eichengrün gezwungen war ihr Geschäft loszuwerden, wird verschwiegen. Der Betrieb Ahlert war Profiteur des völkischen Terrors, der während des &#8222;Dritten Reiches&#8220; von den Deutschen verübt wurde. Hieran kann noch einmal die Kontinuität des gesellschaftlichen Alltags von der Zeit des Nationalsozialismus bis in die Bundesrepublik betrachtet werden, welche durchaus bis heute besteht. Die antifascist youth Dülmen betrachtet die angebrachte Tafel daher nicht als passendes, den Opfern gerecht werdendes Gedenken. Ihre Forderung ist nicht eine Änderung des heutigen Besitzverhältnisses des Modehauses Ahlert, sondern lediglich eine ausreichende Anerkennung der Opfer.</p>
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		<title>Siegen: Gegen Geschichtsrevisionismus und deutsche Opfermythen</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Dec 2008 21:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
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		<category><![CDATA[siegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir dokumentieren hier einen Aufruf aus Siegen:
Am 16.12.1944 und am 01.02.1945 wurden die beiden größten Luftangriffe auf Siegen geflogen. Die Infrastruktur wurde dabei nahezu völlig zerstört, die Moral der “Zivilbevölkerung” wurde gebrochen und viele Deutsche verloren ihr Leben.
64 Jahre später, am 16.12.2008 mobilisierten die Neonazigrößen Christian Worch und Axel Reitz, gemeinsam mit dem NPD KV [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=82&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wir dokumentieren hier einen Aufruf aus Siegen:<span id="more-82"></span></p>
<blockquote><p>Am 16.12.1944 und am 01.02.1945 wurden die beiden größten Luftangriffe auf Siegen geflogen. Die Infrastruktur wurde dabei nahezu völlig zerstört, die Moral der “Zivilbevölkerung” wurde gebrochen und viele Deutsche verloren ihr Leben.</p>
<p>64 Jahre später, am 16.12.2008 mobilisierten die Neonazigrößen Christian Worch und Axel Reitz, gemeinsam mit dem NPD KV Siegen und den “Freien Nationalisten Siegerland” zu einer Demonstration in Siegen und hetzten gegen den “alliierten Bombenterror”. Etwa 100 Deutsche, allesamt &#8211; und größtenteils bekennende &#8211; Nationalsozialisten, marschierten durch Siegen, hielten reißerische Reden und ließen deutsche Täter zu Opfern werden.</p>
<p>Verschiedene bürgerliche Gedenkveranstaltungen distanzierten sich von den Nazis, standen aber vor dem offenen Rätsel, worin sich ihre Gedenkveranstaltungen von der der Nazis unterscheidet.</p>
<p>Es ist der Glaube an die Unschuld der “deutschen Zivilbevölkerung” im zweiten Weltkrieg, der für sie den alliierten Bombenangriff zum Unrecht werden lässt und der sie vereint.</p>
<p>Die tief verankerte deutsche Volksgemeinschaft &#8211; besessen vom antisemitischen Wahn, besessen vom Gedanken der Herrenrasse und besessen von totaler Expansion durch totalen Krieg &#8211; war der Triebmotor der deutschen Vernichtungsmaschinerie.<br />
Ohne den zu jeder Zeit bedingungslosen Rückhalt in der so genannten “Zivilbevölkerung” wäre der Ausbruch der deutschen Barbarei schlichtweg unmöglich gewesen. Daraus ergibt sich ebenso die Unmöglichkeit Nazi-Deutschland aufzuhalten, ohne dabei das deutsche Kollektiv im Ganzen anzugreifen, zu demoralisieren und zu schwächen.<br />
Die Bombenangriffe auf Deutschland 1944 und 1945 waren ein notwendiger Befreiungsakt der alliierten Nationen im Kampf gegen Nazi-Deutschland und kein Terror!</p>
<p>Nachdem AntifaschistInnen aus dem Raum Siegen die Nazidemo am 16.12.2008 zwar beeinträchtigen, nicht aber verhindern oder aufhalten konnten, feiern die Nazis nun ihre “erfolgreiche” Veranstaltung und kündigen eine weitere anlässlich des Jahrestages des zweiten Bombenangriffs auf Siegen für den 01.02.2009 an.</p>
<p>Wir rufen zur Gegendemonstration auf!</p>
<p>01.02.09 &#8211; Siegen (Zeitpunkt und Ort werden noch bekannt gegeben)</p></blockquote>
<p><a href="http://1feb09.blogsport.de/" target="_blank">Weitere Informationen gibt es hier.</a></p>
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		<title>Opfermythen aufdecken und abschaffen</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 05:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flyer]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa-Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[faschismus]]></category>
		<category><![CDATA[kranz]]></category>
		<category><![CDATA[opfermythen]]></category>
		<category><![CDATA[volkstrauertag]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich des Volkstrauertages legten wir heute Nacht einen Kranz vor dem Denkmal an der Herrmann-Leeser-Schule nieder, um den Opfern des deutschen Faschismus und völkischen Terrors zu gedenken, und verteilten in der Innenstadt den hier dokumentierten Flyer.
Sich auf die Tradition in der Weimarer Republik beziehend, wird in Deutschland alljährlich der Volkstrauertag begangen. Hierbei wird seit 1950 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=76&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Anlässlich des Volkstrauertages legten wir heute Nacht einen Kranz vor dem Denkmal an der Herrmann-Leeser-Schule nieder, um den Opfern des deutschen Faschismus und völkischen Terrors zu gedenken, und verteilten in der Innenstadt den hier dokumentierten Flyer.<span id="more-76"></span></p>
<blockquote><p><span class="postbody">Sich auf die Tradition in der Weimarer Republik beziehend, wird in Deutschland alljährlich der Volkstrauertag begangen. Hierbei wird seit 1950 wieder &#8222;der Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht, als Mahnung zur Versöhnung, zur Verständigung und zum Frieden&#8220;. Jeglicher geschichtlicher Realität zum Trotz blendet dieser Grundsatz die besondere Rolle Deutschlands als Agressor aus. Es wird eine Gleichheit der Schuld aller Nationen herbeiillusioniert und deutsche Täter werden zu Opfern. Schließlich steht die Schuld Deutschlands am 2. Weltkrieg mit all seinen Greueltaten zweifelsfrei außer Frage. So erscheint es, als seien alle Opfer des Krieges, es spielt hier keine Rolle mehr, ob der eine als Jude von einem Erschießungskommando ermordet wurde oder der andere als Mitglied eben dieses Erschießungskommandos im Zuge des Krieges gefallen ist. Die Grenze zwischen Täter und Opfer verschwindet.</span></p>
<p>Auch in Dülmen wird anstelle eines Gedenkens an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors eine deutsche Schicksalsgemeinschaft heraufbeschworen. So sagte Landrat Konrad Püning anlässlich des Volkstrauertages 2006: &#8222;Versuchen wir das, was uns von unseren Eltern und Großeltern von den Generationen der unmittelbar vom Krieg betroffenen, an bitteren Erfahrungen und wertvollem Gedankengut gesagt oder überliefert wurde, zu bewahren&#8220; (DZ-Artikel vom 20.11.06)<br />
Auch hier kein Wort von deutscher Schuld oder deutschen Tätern, die Rolle Deutschlands wird auf eine geschichtsverfälschende Opferrolle reduziert, von millionenfach ermordeten Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma, Homosexuellen, RegimegegnerInnen und anderen Opfern des deutschen Volksterrors ist gar nicht die Rede.</p>
<p>Diese Art von Gedenken ist ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer des deutschen Volksterrors! Wir wollen den wahren Opfern gedenken und kein Mitleid an deutsche Täter verschwenden.<br />
&#8222;Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.&#8220;</p>
<p><span class="postbody">(Auszug Schwur von Buchenwald)</span></p></blockquote>
<p style="text-align:center;"><span class="postbody"><a href="http://afyd.files.wordpress.com/2008/09/logo.jpg"><img class="size-full wp-image-44 aligncenter" title="logo_rosa_silber" src="http://afyd.files.wordpress.com/2008/09/logo.jpg?w=178&#038;h=177" alt="logo_rosa_silber" width="178" height="177" /></a><br />
</span></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/76/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/76/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/76/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/76/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/76/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/76/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/76/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/76/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/76/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/76/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=76&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Not in our name! &#8211; Für einen antifaschistischen Minimalkonsens!</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2008/10/23/not-in-our-name-fur-einen-antifaschistischen-minimalkonsens/</link>
		<comments>http://afyd.wordpress.com/2008/10/23/not-in-our-name-fur-einen-antifaschistischen-minimalkonsens/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 18:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[aufruf]]></category>
		<category><![CDATA[initiaiv e.v.]]></category>
		<category><![CDATA[irak]]></category>
		<category><![CDATA[rote hilfe]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir unterstützen folgenden Aufruf:
Keine Unterstützung durch die Rote Hilfe für den Initiativ e.V. -
für einen antifaschistischen Minimalkonsens
Die Ortsgruppe Bochum-Dortmund der bundesweiten, linken Solidaritätsorganisation Rote Hilfe stellte vor wenigen Wochen den Antrag an die Delegierten-Versammlung ihrer Organisation, dem Initiativ e.V. die Unterstützung zu entziehen. Nun wird dieser Aufruf von Antifa-Gruppen aus dem Bundesgebiet unterstützt.
Dem Initiativ e.V. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=69&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wir unterstützen folgenden Aufruf:</p>
<blockquote><p><strong>Keine Unterstützung durch die Rote Hilfe für den Initiativ e.V. -<br />
für einen antifaschistischen Minimalkonsens</strong><br />
Die Ortsgruppe Bochum-Dortmund der bundesweiten, linken Solidaritätsorganisation <em>Rote Hilfe</em> stellte vor wenigen Wochen den Antrag an die Delegierten-Versammlung ihrer Organisation, dem <em>Initiativ e.V.</em> die Unterstützung zu entziehen. Nun wird dieser Aufruf von Antifa-Gruppen aus dem Bundesgebiet unterstützt.</p>
<p>Dem <em>Initiativ e.V.</em> wurde von staatlichen Behörden die Gemeinnützigkeit aberkannt. Dagegen möchte der Verein Rechtsmittel einlegen und hofft auf die ideelle und finanzielle Unterstützung der <em>Roten Hilfe</em>. Doch der in Duisburg ansässige <em>Initiativ e.V.</em> sorgte in der Linken immer wieder für heftige Debatten. Insbesondere die Kampagne “10€ für den irakischen Widerstand” erfuhr heftige Proteste aus allen linken Strömungen. Bei der Kampagne wurde Geld für eine irakische Organisation gesammelt, die in ihrem Widerstand gegen die US-amerikanische Truppen auch Selbstmordattentate gutheißt sowie antisemitische Stereotype und nationalistische Propaganda verbreitet. Auch außerhalb dieser Kampagne arbeitet der Verein wiederholt mit reaktionären Gruppen zusammen bzw. ruft zur Unterstützung dieser auf; so findet sich vielfach ein positiver Bezug auf die <em>Hamas</em> auf den Internetseiten des Vereins. Für eine linke Solidaritätsorganisation sollte es ein absolutes Tabu sein, solche Organisationen zu unterstützen.</p></blockquote>
<p>Quelle und weitere Informationen: <a href="http://notinourname.blogsport.de/" target="_blank">http://notinourname.blogsport.de/</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/69/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=69&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Der Großmufti von Jerusalem und die deutschen Nationalsozialisten</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2008/10/18/der-grosmufti-von-jerusalem-und-die-deutschen-nationalsozialisten/</link>
		<comments>http://afyd.wordpress.com/2008/10/18/der-grosmufti-von-jerusalem-und-die-deutschen-nationalsozialisten/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 16:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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		<category><![CDATA[pali]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf dem Blog kotzboy.com fanden wir folgendes Video über die Verbindung zwischen dem Großmufti von Jerusalem und den Nationalsozialisten. Wir wollen euch dieses Video nicht vorenthalten.


Zum Großmufti von Jerusalem findet ihr auch Informationen in unserem Palituch-Flyer. Schließlich war es genau dieser Großmufti, der das Pali-Tuch in seinem Herrschaftsbereich unter Zwang durchsetzte.
     [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=62&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Auf dem Blog <a href="http://kotzboy.com" target="_blank">kotzboy.com</a> fanden wir folgendes Video über die Verbindung zwischen dem Großmufti von Jerusalem und den Nationalsozialisten. Wir wollen euch dieses Video nicht vorenthalten.</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://afyd.wordpress.com/2008/10/18/der-grosmufti-von-jerusalem-und-die-deutschen-nationalsozialisten/"><img src="http://img.youtube.com/vi/d51poygEXYU/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p>Zum Großmufti von Jerusalem findet ihr auch Informationen in unserem <a href="http://afyd.wordpress.com/2008/08/06/palituch-flyerpalituch-flyer/">Palituch-Flyer</a>. Schließlich war es genau dieser Großmufti, der das Pali-Tuch in seinem Herrschaftsbereich unter Zwang durchsetzte.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/62/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/62/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/62/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=62&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Lesetipp des Monats</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2008/10/14/lesetipp-des-monats/</link>
		<comments>http://afyd.wordpress.com/2008/10/14/lesetipp-des-monats/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2008 14:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[artikel des monats]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir werden euch von nun an jeden Monat einen Artikel oder einen Text empfehlen, der in unseren Augen lesenswert ist.
Aus Anlass des Aufstands im Iran verlinkten wir diesen Monat ein interessantes Interview mit dem Politikwissenschaftler Stephan Grigat.
Interview zum Iran mit Stephan Grigat
Viel Spaß beim Lesen
PS: Die Texte aus den letzten Monaten könnt ihr immer mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=57&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wir werden euch von nun an jeden Monat einen Artikel oder einen Text empfehlen, der in unseren Augen lesenswert ist.</p>
<p>Aus Anlass des Aufstands im Iran verlinkten wir diesen Monat ein interessantes Interview mit dem Politikwissenschaftler Stephan Grigat.</p>
<p><a href="http://iranbato.wordpress.com/2009/07/10/interview-mit-stephan-grigat/" target="_blank">Interview zum Iran mit Stephan Grigat</a></p>
<p>Viel Spaß beim Lesen</p>
<p>PS: Die Texte aus den letzten Monaten könnt ihr immer mit einem Klick auf &#8222;mehr&#8220; anzeigen.</p>
<p><span id="more-57"></span></p>
<p><a href="http://www.conne-island.de/nf/109/27.html" target="_blank">Juni 2009 Basisbanalitäten zur Israelsolidarität</a></p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/17/34155.html" target="_blank">Mai 09 &#8211; Linke Paralleluniversen</a></p>
<p><a href="http://www.hagalil.com/archiv/2004/07/linke.htm" target="_blank">März 09 &#8211; Im Dilemma: Eindrücke von der radikalen Linken in Israel</a></p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/02/32406.html" target="_blank">Januar 09 &#8211; 2000 Jahre Kampf gegen die Zivilisation</a></p>
<p><a href="http://www.netz-gegen-nazis.com/artikel/innenansichten-aus-der-neonaziszene-ein-autonomer-nationalist-steigt-aus" target="_blank">Dezember 08 &#8211; Innenansichten aus der Neonaziszene:  Ein autonomer Nationalist steigt aus</a></p>
<p><a href="http://www.streifzuege.org/texte_str/str_07-39_galow-bergemann_solidaritaet-mit-israel.html" target="_blank">November 08 &#8211; Wegsehen oder Solidarität mit Israel?</a></p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2008/40/24535.html" target="_blank">Oktober 08 &#8211; Massenmörderschlussverkauf aus der jungle world<br />
</a></p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/57/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=57&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Faschismus und Nationalsozialismus – zwei Begriffe, die gleiche Sache?</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2008/09/18/faschismus-und-nationalsozialismus-%e2%80%93-zwei-begriffe-die-gleiche-sache/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 13:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
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		<description><![CDATA[Bei der Auseinandersetzung mit der menschenverachtenden deutschen Herrschaft zwischen 1933 und 1945 und dem Holocaust als deren Folge tauchen immer wieder die beiden Begriffe „Faschismus“ und „Nationalsozialismus“ auf. Ein Unterschied dieser beiden Begriffe ist im Kontext der Verwendung meist nicht zu erkennen, eigentlich aber durchaus vorhanden. Genau um diesen Unterschied, und die Frage welcher Begriff [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=50&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Bei der Auseinandersetzung mit der menschenverachtenden deutschen Herrschaft zwischen 1933 und 1945 und dem Holocaust als deren Folge tauchen immer wieder die beiden Begriffe „Faschismus“ und „Nationalsozialismus“ auf. Ein Unterschied dieser beiden Begriffe ist im Kontext der Verwendung meist nicht zu erkennen, eigentlich aber durchaus vorhanden. Genau um diesen Unterschied, und die Frage welcher Begriff sich für eine angemessene Bezeichnung der Zustände im „Dritten Reich“ eignet, soll es hier gehen. Dabei ist nicht das Ziel die beiden Begriffe detailliert zu definieren, dies ist – vor allem beim Faschismusbegriff – eine zu komplexe Angelegenheit, als, dass sie in einem solchen Text zu bewältigen wäre.</p>
<p><span id="more-50"></span></p>
<p><strong>what do we talk about?</strong><br />
Wofür aber steht in erster Linie der Begriff „Faschismus“? Die Antwort hierauf lässt sich wohl bei seiner historischen Entstehung finden. Die faschistische Herrschaft unter Benito Mussolini in Italien soll hier maßgeblicher Anhaltspunkt sein, von dieser Herrschaftsform und ihrer Ideologie ausgehend kann mensch sich dem Begriff des „Faschismus“ historisch nähern.<br />
Der Begriff „Nationalsozialismus“ ist einmal historisch als Bezeichnung für die politische Bewegung zwischen 1. Weltkrieg und Ende des 2. Weltkriegs und ihre Herrschaft in Deutschland zu verstehen. Andererseits ist er aber auch auf die – immer noch immanente – Ideologie des Nationalsozialismus anwendbar ¹). Dies wird insbesondere dann wichtig, wenn heutige Nazis behaupten, sie seien ja gar keine Nazis, da sie noch keine 60 Jahre alt seien. Diese vermeintliche Distanzierung vom Nationalsozialismus wird aber schon bei einem flüchtigen Blick auf ihre flachen Inhalte relativiert.<br />
Nationalsozialismus bezeichnet also eine spezifisch Deutsche Begebenheit, während Faschismus eine Herrschaftsform bezeichnet, welche ihre Geburt in Italien hatte, letztlich aber in vielen Ländern auftrat bzw. auftritt. Aber war der Nationalsozialismus nicht ein Faschismus? Darf mensch daher nicht im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus einfach den Begriff des Faschismus verwenden. Meinen beide nicht die gleiche Sache?</p>
<p><strong>there&#8217;s a big difference</strong><br />
Beantworten lässt sich diese Frage, durch einen Vergleich des italienischen Faschismus mit dem Deutschen Nationalsozialismus.<br />
Ein erster Unterschied lässt sich an ihrer Einstellung zum traditionellen Staat feststellen. Während in Italien Mussolini letztlich an vielen Traditionen (wie der Monarchie) festhalten und lediglich einen nach seinen Vorstellungen stärkeren Staat schaffen wollte, schafften Hitler und die Nationalsozialisten die meisten alte Institutionen ab um deren Aufgabenbereiche in ihren Gleichschaltungsapperat zu integrieren. Die NSDAP erwarb deutlich größeren Einfluss auf alle Teile der deutschen Gesellschaft, als es die Faschisten unter Mussolini geschafft haben. Dies lässt sich auch im postnationalsozialistischen Deutschland noch erkennen, wenn man etwa die italienische und deutsche Arbeiterbewegung nach 1945 vergleicht.<br />
Weiter hatte der italienische Faschismus zwar durchaus einen expansiven Charakter, jedoch nicht in dem Maße, wie es beim deutschen Nationalsozialismus der Fall war. Elemente, wie die deutsche Blut-und-Boden-Ideologie, deren Folge der unmenschliche Vernichtungskrieg im Osten war, gab es hier nicht.</p>
<p>Von größerer Bedeutung aber ist der Unterschied der beiden Ideologien im Hinblick auf Rassentheorie und Antisemitismus. Der deutsche Nationalsozialismus passte sich insofern den deutschen Gegebenheiten oder den Bedürfnisse der Deutschen an, als dass er schon als Mittel der Machterlangung antisemitische und rassistisch-biologistische Propaganda nutzte. Antisemitismus und Rassismus also waren hier zentrale Bestandteile der Ideologie, die von Anfang an offen hervortraten und nach außen hin proklamiert wurden. In Italien war dies anders: Eine Rassenideologie gab es in dem Maße nicht, erst 1938 begannen biologistische Anschauungen eine Rolle zu spielen. Auch hatte der Antisemitismus hier nicht eine solch vernichtende Konsequenz wie in Deutschland. Zwar spielte er auch hier in der faschistischen Ideologie eine Rolle, jedoch trat er eher in Form von Diskriminierung, Vertreibung und Entrechtung in Erscheinung, als in der einzigartigen Form des maschinellen Völkermordes, wie es in Deutschland der Fall war.<br />
Hier soll es nicht um eine Relativierung des italienischen Faschismus gehen, dieser soll hier nicht seines Schreckens beraubt werden und sicherlich sind Diskriminierung, Vertreibung und Entrechtung der Juden in Italien schrecklich genug gewesen. Jedoch sollte als zentraler Punkt deutlich werden, dass der Holocaust, also die maschinelle Vernichtung von Millionen von Menschen, eine spezifisch deutsche Tatsache ist, die im italienischen Faschismus so nicht auftrat.</p>
<p><strong>let&#8217;s say it right</strong><br />
Aus dieser Tatsache folgt unweigerlich die Notwendigkeit einer Trennung der Begriffe Faschismus und Nationalsozialismus. Zur Beschreibung der Zustände im damaligen Deutschland taugt der Begriff Faschismus nur mit einem Zusatz, der den spezifischen Charakter der deutschen Besonderheiten verdeutlicht. Angemessen wäre also eine Bezeichnung wie „Deutscher Faschismus“. Das Wort Faschismus alleine aber verkürzt die historischen Tatsachen, indem es den Holocaust und dessen Singularität unter den Tisch fallen lässt. Es relativiert so – meist wohl unbewusst &#8211; den Nationalsozialismus, indem es ihn in eine Reihe mit anderen faschistischen Regimen stellt.<br />
Um also zu einem korrekten, vollständigen Bild der nationalsozialistischen Herrschaft und ihrer Folgen zu kommen, sollte entweder vom „(deutschen) Nationalsozialismus“ oder von einem „spezifisch Deutschen Faschismus“ gesprochen werden.</p>
<p>¹) Der hier beschriebene Aspekt trifft auch auf den Begriff des „Faschismus“ zu, soll hier aber aufgrund der Komplexität der Definition für diesen nicht behandelt werden.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/afyd.wordpress.com/50/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/afyd.wordpress.com/50/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/50/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/50/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/50/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=50&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Aufruf gegen die Anti-Islam-Konferenz in Köln am 19.-21. September</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2008/09/07/aufruf-gegen-die-anti-islam-konferenz-in-koln-am-19-21-september/</link>
		<comments>http://afyd.wordpress.com/2008/09/07/aufruf-gegen-die-anti-islam-konferenz-in-koln-am-19-21-september/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 17:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://afyd.wordpress.com/?p=47</guid>
		<description><![CDATA[Fight the game! Rassismus, Islamismus, Nationalismus und Kapitalismus bekämpfen!
Face the players! Europäische Patrioten verjagen!

Für das Wochenende vom 19. bis 21. September 2008 lädt die extrem rechte Bürgerbewegung pro Köln die europäische Rechte zu einem »Anti-Islam-Kongress« nach Köln ein. Die angekündigten TeilnehmerInnen des Kongresses gleichen einem Line-up des Grauens: So sollen angeblich mehrere »Patriotische Gäste« aus [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=47&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong><em>Fight the game! Rassismus, Islamismus, Nationalismus und Kapitalismus bekämpfen!</em></strong></p>
<p><strong><em>Face the players!</em></strong><em><strong> Europäische Patrioten verjagen</strong>!</em></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;">
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Für das Wochenende vom 19. bis 21. September 2008 lädt die extrem rechte Bürgerbewegung pro Köln die europäische Rechte zu einem »Anti-Islam-Kongress« nach Köln ein. Die angekündigten TeilnehmerInnen des Kongresses gleichen einem Line-up des Grauens: So sollen angeblich mehrere »Patriotische Gäste« aus der BRD, wie Harald Neubauer (Herausgeber von Nation &amp; Europa) oder der Bundestagsabgeordnete Henryk Nitzsche (ehemals CDU) sowie aus den europäischen Ländern: die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), der belgische Vlaams Belang, der Front National (FN) aus Frankreich, Alsace d’abord (Das Elsass zuerst), Die Freiheitlichen aus Südtirol, die British National Party (BNP) aus England, die Lega Nord aus Italien sowie extreme Rechte aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn usw. ihr Stelldichein geben.</span><span id="more-47"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die extreme Rechte jubelt bereits im Vorfeld, dass »Deutschland eine solche Veranstaltung von rechts noch nie gesehen habe!«. Und ganz Unrecht haben sie nicht: Die Dimension ist nicht nur eine neue durch die erwartete Teilnahme extremer Rechter aus ganz Europa, sondern auch die Thematik »Anti-Islam« scheint den Kern des Zeitgeistes zu treffen. Die Ressentiments gegen MuslimInnen nehmen in den letzten Jahren in Europa immer weiter zu. Laut Heitmeyer-Studie aus dem Jahre 2006 würden zweiundzwanzig Prozent der Befragten am liebsten gar keine MuslimInnen in Deutschland haben und dreiunddreißig Prozent fühlten sich durch die vielen MuslimInnen manchmal wie Fremde im eigenen Land. So wundert es kaum, dass die extreme Rechte das Thema für sich entdeckt hat und nun um im Namen einer vermeintlichen Islamkritik ihre rassistischen Plattitüden von sich gibt. Ganz neu ist die Begeisterung der Rechten für das Thema »Anti-Islam« jedoch nicht: Bereits 1983 feierte z.B. Jean-Marie Le Pen (FN) seinen politischen Durchbruch und seine ersten Wahlerfolge mit Bedrohungsvorstellungen, die sich um den Islam drehten.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Inzwischen ist vor allem Anti-Moscheebau zu einem Thema der extrem Rechten in Europa geworden. Moscheen werden als »Unterschlupf für Islamisten« bezeichnet, die über kurz oder lang die Herrschaft übernehmen wollten und die eigene »christlich-abendländische Kultur« sei durch »muslimische Überfremdung« bedroht. Auch in anderen europäischen Ländern werben extrem rechte und (post)-faschistische Parteien usw. mit anti-islamischen Parolen. So fordert die FPÖ ein Verbot für Minarette und ihr Vorsitzender Strache spricht davon, dass der Kampf der Kulturen bereits begonnen habe und der Islamismus der Faschismus des 21. Jahrhunderts sei.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">»Anti-Islam« als Thema hat Hochkonjunktur; den rechten Gruppierungen geht es aber nicht darum, sich kritisch mit dem Islam auseinanderzusetzen, sondern auf diesem Wege rassistische und nationalistische Inhalte zu transportieren und die Bevölkerung an sich zu binden. Fatal ist allerdings, dass bei einem Teil der Bevölkerung Europas diese »Anti-Islam-Kampagnen« auf Zustimmung stoßen. Diesen zunehmenden gesellschaftlichen Ressentiments gegenüber dem muslimischen Bevölkerungsanteil sowie der Ausweitung rechtspopulistischer Elemente im politischen Geschäft Europas scheinen weder das kaum noch wahrzunehmende links-liberale Bürgertum noch die antifaschistische Bewegung etwas entgegen setzen zu können. Diverse Gegenmobilisierungen zu Aktionen der extremen Rechten, welche sich gegen den »Islam« richteten, verliefen eher zurückhaltend oder gar nicht. Die Ursache liegt weniger an den spezifischen Akteuren der extremen Rechten, als an der politischen Bewertung der »Anti-Islam-Kampagnen«. Die Kritik am Islamismus sowie die Kritik an Antisemitismus und Patriarchat im Kontext des Islams scheinen mit einer antirassistischen Positionsbestimmung unvereinbar zu sein. Vor allem dann, wenn eine Kritik zum Phänomen rassistischer Hetze, codiert in einer vermeintlichen Islamkritik, Stellung beziehen soll.</span></p>
<p><em><strong>No racism!</strong></em></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Jeder Rassismus basiert auf der Konstruktion grundlegender Wesensunterscheidungen angeblicher Kollektividentitäten im Schema eines »Anderen« und eines »Selbst«. Diese Identitäten entstehen aus Macht- bzw. Nicht-Machtpositionen innerhalb gesellschaftlicher Widersprüche, wie dem Lohnarbeitsverhältnis, Patriarchat oder der möglichen oder unmöglichen Wahrnehmung »sozialer Rechte« (Bildung, Gesundheit usw.).</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die verschiedenen Rassismen sind durch ihre historische Entstehung, ihre ideologische Herleitung, sowie in ihren gesellschaftlichen Funktionen unterschiedlich. Der moderne Antisemitismus ist mit dem postkolonialen Rassismus nicht identisch, auch wenn beide ihren grundlegenden Ursprung in der Durchdringung der gesellschaftlichen Sphären durch das kapitalistische Wertprinzip haben. Die als »Andere« Konstruierten erscheinen als die willenlosen Objekte des Marktes, als Verkörperung des Gebrauchswerts, als gezähmte und doch unzähmbare Natur, während die »Juden« als mächtige Repräsentanten des Marktes, als Verkörperung des Tauschwertes, erscheinen. Die dominierenden Ausdrucksformen des Rassismus haben in den letzten Jahren in Europa eine »Modernisierung« erfahren. Anfang der 1990er Jahre war noch der »klassische« biologistische und völkische Rassismus selbst in der so genannten Mitte der Gesellschaft vorhanden. Im Rahmen der Transnationalisierung der Kapital-Akkumulation (»Globalisierung«) nahmen Wohlstandschauvinismus sowie Standortnationalismus zu. Dass »Ausländer die Arbeitsplätze wegnehmen und unsere Sozialsysteme unterwandern«, wusste spätestens im Rahmen der Debatte um die Abschaffung des Asylgesetzes 1993 auch der/die letzte GenossIn innerhalb der SPD. Die Kulturalisierung des Selbst und der Anderen wurde fast hegemonial.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Soziale Konflikte werden als »Kampf der Kulturen« gedeutet. Im Namen einer »multikulturellen Gesellschaft« wird eine staatliche »Fremdkulturalisierung«, wie im jüngsten Beispiel Schäubles Islamkonferenz zu sehen, vorangetrieben. Gleichzeitig zeichnet sich eine stärker werdende Eigenkulturalisierung in migrantischen Gemeinschaften ab. Innerhalb dieser Gemeinschaften ist der vorherrschende Trend der Identitätspolitiken weit weg von einem emanzipatorischen Anspruch im Sinne einer sozialen und rechtlichen Gleichstellung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Stattdessen sind vermehrt rückschrittliche Autarkievorstellungen zu beobachten, die einen Rückfall hinter das bürgerliche Recht darstellen. Auch bei der »Islam-Debatte« ist der kulturalistische Rassismus die häufigste Folie für die Auseinandersetzung mit »dem Islam«. Die muslimische Bevölkerung wird nicht als durch die gesellschaftlichen Verhältnisse geprägte Subjekte anerkannt, sondern trotz unterschiedlichster Migrationshintergründe, religiöser Zugehörigkeit (SchiitIn, SunnitIn, AlevitIn, usw.), usw. als »die Moslems« konstruiert. Der Islam erscheint damit als einheitliche Formation, der in all seinen Differenzen und Unvereinbarkeiten ein in sich identisches Wesen trage.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die Ressentiments gegenüber der muslimischen Bevölkerung bekommen im Vergleich zum völkischen Rassismus der 1990er Jahre eine neue Dimension insofern der völkische Rassismus sich auf Konstruktionen von Volk und Rasse berief, welche scheinbar immer unvereinbar mit dem Gleichheitspostulat der bürgerlichen Gesellschaft waren. Im Vergleich dazu konstruiert die neue Form des antimuslimischen Vorurteils gerade »das Fremde« als den Gegensatz zur bürgerlichen Gesellschaft. Der »Islam« gilt als das zu »Integrierende«, ja sonst womöglich »Terroristische«, gegen das das Selbst in Form des »Westens« und seiner »Errungenschaften« in Stellung gebracht wird. So bieten jene Ressentiments selbst liberalen Kreisen Anknüpfungspunkte für eine offensive Forderung nach Ungleichbehandlung und Aberkennung bürgerlicher Rechte bei MuslimInnen. Die »demokratische Mitte« kann ohne Schwierigkeiten verfassungsmäßige Grundrechte der BRD unter der Losung der Integrationsfähigkeit als Privilegien verteilen und muss sich ihres Zynismus, der sich in dem Abbau und gleichzeitigen Hochhalten dieser Rechte widerspiegelt, nicht vergegenwärtigen. Eine kulturalistische Metamorphose der Gesellschaftsbilder findet statt, in der Individuen samt ihrer Lebenslagen und Probleme zum Schweigen gebracht sind und eine systematische Zuweisung von sozial schlechter gestellten Positionen vollkommen unhinterfragt bleibt. Die verschiedensten sozialen Phänomene werden zu Repräsentanten der homogenisierten Kollektivblöcke (Islam, Westen) verwandelt.</span></p>
<p><em><strong>No place to hide for idiots!</strong></em></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die so genannte Kritik am Islamismus ist meistens überhaupt keine Kritik. Eine radikale Kritik des Islamismus als reaktionärer politischer Bewegung muss im marxschen Sinne des Wortes radikal sein, also den Ansatzpunkt in den gesellschaftlichen Verhältnissen und nicht in den Seufzern (Koran-Versen) verorten. Es geht nicht darum, im Namen einer bedrängten Kultur das Ziel, die Emanzipation des Menschen, zu verdrängen, sondern den Weg dorthin klarer zu sehen. Es bedarf noch nicht einmal des dialektischen Materialismus um zur Auffassung zu gelangen, dass Religiöses in den realen weltlichen Vorgängen zu bewerten und zu kritisieren ist.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die Theorien, denen Islam als Religion und der Islamismus als politisch-soziale Bewegung einerlei sind, die dadurch den historischen und gesellschaftlichen Gehalt des Islamismus einfach liquidieren, ohne ihn wirklich zu kritisieren, werden außer platter Polemik und Bejubelung aus der falschen Ecke (Nazis usw.) wenig erreichen. Von den islamischen Religionen führt kein notwendiger Weg in die Politik. So lehnen viele Gläubige die direkte Allianz mit der Politik, die sie als Institutionalisierung weltlicher Herrschaft und deren Interessen sehen, um der religiösen Reinheit willen ab.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Der Islamismus ist als politisches Phänomen nur im Kontext eines modernen Nationalismus und in seiner historischen Besonderheit zu erfassen. Erst im Zuge und als reaktionäre Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen in der Phase des klassischen Imperialismus (Ende 19. / Anfang 20. Jahrhunderts) entwickelte sich der Islamismus. Die transnationale »Umma« wurde die anti-okzidentale Version des »freien Weltenbürgers«. Die Ordnungspolitik des Islamismus im Inneren wie im Äußeren hat seine Entsprechung im verzerrten Spiegelbild des bürgerlichen Staates. Die Popularität gewinnt der Islamismus primär als soziale und nicht als religiöse Bewegung. Er mobilisiert als Sozialbewegung eine gemeinschaftliche Identität, die versucht, jede Individualität auszumerzen. So propagiert der Islamismus eine »organische« Staatsordnung, der an die Stelle von Klassenauseinandersetzungen eine korporativistische Arbeitsdiktatur setzt. Der Koran ist für IslamistInnen sakrosankt, also in keinerlei Hinsicht verhandel- oder relativierbar. Er gilt als das unmittelbar von Gott stammende Wort, als die absolute Wahrheit und somit als einziger Maßstab jedweden Tuns. Somit stellt sich die Formierung des Islamismus zur politischen Bewegung als das Ende der Politik und ihre negative Aufhebung in einer romantisierten, kulturell homogenen Zwangsgemeinschaft (Umma) dar, weil jedwede Relativierung oder Revidierung von Positionen im politischen Kontext als Abweichung und Desertion vom Wort Gottes gilt.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Ebenso gelten die Scharia – die Rechtsbestimmung aus dem Vorderen Orient des achten Jahrhunderts – und die darin fixierten Geschlechterrollen als das wortwörtlich von Gott bestimmte Gesetz. Die Umsetzung dieser durch die Institutionalisierung der Scharia, welche das Ende der sozialen Ungleichheit verspricht, verdeutlicht dabei jedoch nicht die Verwirklichung der Religion Islam. Das konstruierte »Wesen« wird also nicht zum »Dasein«. Stattdessen zeigt es die Krise des Islams als Religion, der gefangen in feudalistischen Normen und Ordnungsvorstellungen längst vergangener Zeiten keine Antworten auf die sozio-ökonomischen Veränderungen (Kolonialismus, Kapitalisierung zuvor feudalistisch organisierter Lebensräume) zu finden vermag. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die Kritik des Islamismus muss eine Kritik am Rassismus in der Kritik am Islamismus beinhalten; also eine Kritik jenseits des kulturalistischen Mainstreams sein und die Waffe auf jene Verhältnisse richten, die diese reaktionäre Bewegung erst ermöglichten.</span></p>
<p><strong><em>Rechtpopulismus meets Neoliberalismus</em></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Klassisch rechtspopulistische Parteien sind und waren in den letzten Jahren an der Macht in mehreren europäischen Ländern. Beispiele sind Berlusconis Bündnis Volk der Freiheit (ODL) oder die Regierungsbeteiligung der FPÖ unter Haider in Österreich. Gleichzeitig generieren sich in Europa immer mehr Politiker durch Polarisierung und rechte Rhetorik, die dem Rechtspopulismus entlehnt ist. Die polnischen Kaczy?ski-Brüder, aber auch Nicolas Sarkozy bedienen sich Methoden des Rechtspopulismus und bekommen reichlich Zuspruch aus den Bevölkerungen. Die rechtsnationale Schweizer Volkspartei (SVP) ist durch den Populismus von Christoph Blocher ebenfalls zur stärksten Partei avanciert. Rechtspopulismus ist somit längst kein Phänomen mehr, das auf (post-)faschistische Parteien oder Bewegungen begrenzbar wäre, vielmehr scheint der Rechtspopulismus, wenn auch noch nicht in der BRD, so doch in Europa ein adäquates Krisenbewältigungs-Konzept für die bürgerliche Ordnung zu bieten. Alle diese verschiedenen Rechtspopulismen in Europa haben ihren Ursprung in den Krisenphänomenen sozialer und ökonomischer Art der letzten Jahrzehnte.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Die Abwendung von Konzepten des Welfare-States, Staatssozialismus oder sozialdemokratischem Korporatismus hin zum so genannten Neoliberalismus hat die Krisen auf politischer und sozialer Ebene verschärft und zu einem Kontroll- und Legitimationsverlust der politischen Systeme geführt. Eine allgemeine Krise traditioneller Parteistrukturen und Gewerkschaften durch den Bedeutungsverlust des Korporatismus und eine stärker werdende Entsolidarisierung verstärken diese Legitimationskrise. Entgegen ihrem Auftreten, ob inhaltlich oder propagandistisch, sind rechtspopulistische Akteure und Strukturen keine Opposition gegen das herrschende System, sondern stabilisierender Faktor. Wie sehr sich auch RechtspopulistInnen anti-elitär präsentieren, ihr Antielitarismus bezieht sich, wenn überhaupt, nur gegen eine »politische Klasse« und nie auf gesamtgesellschaftliche Machtverhältnisse. Gerade die propagandistischen Elemente des Rechtspopulismus wie Nationalismus, Rassismus, Elitarismus und Sozialneid bieten eine verstärkte Bindung an die jeweiligen Nationenkonstrukte. Politische Themen wie Zuwanderungs-Beschränkungen, soziale Ausgrenzung, »innere Sicherheit« oder Anti-Islam und kulturalistischer Rassismus gestatten es, rechtspopulistische Themen im Mainstream zu etablieren. Der Rechtspopulismus ist insofern ein umsichtig modernisierter Rechtsradikalismus in liberaler Erscheinung.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Insbesondere erlaubt der Rückgriff der extrem Rechten in Europa auf politische Theorien der Zwischenkriegszeit und Vorbilder bei der wirtschaftsliberalen amerikanischen Rechten, im Gegensatz zu bisherigen historischen Vorbildern aus dem europäischen Faschismus, den Modernisierungsprozess hin zum Rechtspopulismus und somit zur gesellschaftlichen Relevanz zu vollziehen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Der Rechtspopulismus bietet die ideologische Verbindung von Wirtschaftsliberalismus und Nationalismus, welche in Zeiten der offensichtlich werdenden sozialen Krise und eines erstarkten Nationalismus sich als zeitgemäßes Gesellschaftsmodell verkaufen lässt. Die Regierungsbeteiligung von Alleanza Nazionale in Italien oder FPÖ in Österreich verdeutlicht, dass (Post)-Faschismus und Rechtspopulismus mit einem neoliberalen Programm verbunden werden können. Dies zeigt, dass es sich beim Rechtspopulismus nicht um eine Gegenbewegung zum neoliberal geordneten Kapitalismus handelt, sondern er sich zum Neoliberalismus komplementär verhält. Die volkstümlich inszenierten Proteste der RechtspopulistInnen gegen das »politische Establishment« sind kein Beleg für den Anspruch der Errichtung einer »Volksgemeinschaft« á la NSDAP, sondern der forcierten Transformation spät-bürgerlicher Ordnung hin zu einer autoritären Staatsordnung, die vermehrt durch sozialdarwinistische Ordnungsstrukturen und rassistische Ausgrenzungsmuster versucht, die soziale Krise zu bewältigen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">In diesem Sinne ist die Kampfansage an die reaktionäre Bewegung des Rechtspopulismus ebenfalls ein Aufruf, die Perspektive der sozialen Emanzipation wieder zum Tagesgeschäft zu machen.</span></p>
<p><em><strong>Let´s change the climate!</strong></em></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Dort, wo sich Reaktionäre jedweder Art formieren, gilt es, alle Formen des Widerstandes anzuwenden. Ein Leben ohne Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus und Patriarchat ist nur jenseits der kapitalistischen Verwertungsmaschinerie möglich. Das Leben innerhalb derselben wird immer durch die sachliche Gewalt der kapitalistischen Logik durchdrungen sein und die kritisierten Strukturen und Bewegungen hervorbringen. Dabei bedarf die Kritik der kapitalistischen Produktionsverhältnisse der vermittelnden politischen Praxis, die die radikale Kritik der bestehenden Verhältnisse in all ihren Ansätzen zum zentralen Punkt macht. Daher muss der Widerstand gegen den »Anti-Islamkongress« im Kontext einer Kriegserklärung an jene Verhältnisse, aus denen heraus jene Bewegungen wie die der extremen Rechten überhaupt erst erwachsen konnten, geführt werden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Wir rufen dazu auf, nicht nur die Waffe der Kritik vom 5. bis 7. September 2008 in Köln bei der Antifa-Debatten-Konferenz »Feel the Difference?!« zu schleifen und die Kritik der Waffen am Wochenende 19. bis 21. September nach Köln zu tragen. Am Abend des 19. September wird unter dem Motto: »Fight the Game! – Rassismus, Nationalismus, Islamismus und Kapitalismus bekämpfen!« die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen auf die Straße getragen.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:Arial;">Am Samstag den 20. September 2008, rufen wir dazu auf, sich an den Großblockaden vor dem Kongresszentrum zu beteiligen und jede Möglichkeit, die sich bietet, mit allen Aktionsformen zu nutzen, um den RassistInnenkongress zu verhindern.</span></p>
<p><em>Wir treten ein für eine Gesellschaft frei von allen Widerlichkeiten wie: Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Islamismus und Patriarchat!</em></p>
<p><a href="http://september.web-republic.de/September/wordpress/" target="_blank">Weitere Informationen</a></p>
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		<item>
		<title>Dortmund 6.9.: Gegen Antisemitismus, Antiamerikanismus und Rassismus &#8211; Den Naziaufmarsch stoppen!</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 11:29:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
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		<description><![CDATA[let’s rock them hard! (1)
Am 06. September 2008 blasen die Dortmunder Neonazis, allen voran die „Autonomen Nationalisten“ um Dennis Giemsch, bereits zum vierten Mal anlässlich des Antikriegstages zum Marsch „gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“. Ihnen gehört nicht nur, anknüpfend an die erfolgreiche antifaschistische Gegenwehr vom 01. Mai 2007 in Dortmund, gehörig in die Suppe gespuckt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=41&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>let’s rock them hard! (1)</strong><br />
Am 06. September 2008 blasen die Dortmunder Neonazis, allen voran die „Autonomen Nationalisten“ um Dennis Giemsch, bereits zum vierten Mal anlässlich des Antikriegstages zum Marsch „gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“. Ihnen gehört nicht nur, anknüpfend an die erfolgreiche antifaschistische Gegenwehr vom 01. Mai 2007 in Dortmund, gehörig in die Suppe gespuckt, sondern es gilt, gegen die nicht nur von Neonazis vertretenen, altbekannten antiliberalen, antiamerikanischen und antisemitischen Parolen Position zu beziehen.<span id="more-41"></span></p>
<p>Am 01. Mai diesen Jahres lieferten sich, sich selbst als „Autonome Nationalisten“ bezeichnende, Neonazis in Hamburg Auseinandersetzungen mit der Polizei und Gegendemonstrant_innen und machten dabei Jagd auf Journalist_innen. In der Szene als Erfolg gefeiert, ist zu erwarten, dass ein Aufmarsch im, als Hochburg der „Autonomen Nationalisten“ geltenden, Ruhrgebiet, für viele Neonazis attraktiv sein wird. Wir werden dem unseren geballten antifaschistischen Widerstand entgegen stellen! Anfang September muss deshalb alles dafür getan werden, dass die Neonazis keine weiteren gefühlten Erfolge verbuchen können!</p>
<p><strong>same shit as every year…</strong><br />
Die Neonazis versuchen ihren plumpen Antiamerikanismus und Antisemitismus erneut notdürftig als einen rebellisch anmutenden Antiimperialismus zu tarnen. Man kann über die militarisierte Außenpolitik der USA zwar in der Tat geteilter Meinung sein, doch wenn Neonazis gegen „imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“ demonstrieren, ist das in Anbetracht der nationalsozialistischen Verbrechen und Kriege erstens mehr als nur absurd. Zweitens sind derartige Äußerungen wohl eher dem ideologischen Beißreflex des Antiamerikanismus geschuldet, der seine Antikriegsrhetorik auf die Vereinigten Staaten und Israel reduziert, so als ob alle anderen Staaten ein Hort des Friedens seien. Es handelt sich hierbei nicht um eine Kritik der tatsächlich problematischen weltpolitischen Situation, sondern um das Ergebnis einer ideologischen Welterklärung. Denn der Antiamerikanismus will einen bestimmten Nationalstaat (die USA) für das Elend verantwortlich machen, das der Kapitalismus als gesamtgesellschaftliches – und weltweites – Verhältnis anrichtet.</p>
<p><strong>Deutsche Neonazis und das islamistische Paradies…</strong><br />
Wenn sich dann im Aufruf der Dortmunder Neonazis auch noch positiv auf das islamistische Terrorregime im Iran bezogen wird, kann man sich gut vorstellen, was sich die hiesigen Kamerad_innen unter einer „besseren, gerechteren und friedlicheren Zukunft“ so vorstellen. Die systematische Verfolgung von Kurd_innen, religiösen Minderheiten wie den Bahai sowie die Hinrichtungen von Homosexuellen und die ständigen Repressionen gegen Apostat_innen und Frauen, die sich dem islamischen Tugendterror nicht unterwerfen wollen, sind ebenso Wesenselemente dieses Regimes, wie die regelmäßigen Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel und die Leugnung der Shoah.<br />
Da Jüdinnen und Juden also noch immer und immer wieder von antisemitischen Diskriminierungen, Verfolgungen und Liquidationssehnsüchten bedroht sind, kann das für uns als Antifaschist_innen folglich nur bedeuten, sich offensiv gegen Antisemitismus und dessen geopolitische Reproduktion, den Antizionismus, auszusprechen und Solidarität mit Israel zu fordern und auch zu praktizieren!<br />
Denn das Ziel des iranischen Regimes ist eine formierte Gesellschaft, in der auf individuelle Freiheit und ökonomischen Wohlstand bereitwillig verzichtet werden soll, um dem Ziel der Einigung der islamischen Umma und der Vernichtung des jüdischen Staates zu dienen. Bereits heute feuert der Iran – indirekt &#8211; seine Raketen auf Israel, indem er die islamistischen Mörderbanden wie Hisbollah und Hamas finanziert und unterstützt. Gleichzeitig werden Langstreckenraketen getestet, die über eine Reichweite verfügen, mit der sowohl US-Basen in der Region als auch Israel erreicht werden können.</p>
<p><strong>Deutscher Burgfrieden? …oder der antiamerikanische Alleskleber!</strong><br />
Es geht nicht darum, generell Menschen zu diskreditieren, die sich für Frieden einsetzen, aber wenn das bedeutet, dass man sich im Zuge einer bedingungslosen Friedensliebe mit antisemitischen „Volksbefreiungsbewegungen“ wie der Hamas und anderen islamistischen Terrorist_innen solidarisiert oder den „kritischen Dialog“ sucht, muss auch in diesen Fällen politisch interveniert werden. Einerseits wird gegen Atombomben in Deutschland demonstriert, andererseits wird dem iranischen Regime eben dieses „Recht“ implizit eingeräumt. Wenn sich dann mit und unter deutscher Flagge ein von der breiten Zivilgesellschaft getragener staatsloyaler Protest gegen den Irakkrieg formiert, von Leuten, die zuvor kein Wort darüber verloren haben, dass Deutschland nun auch „am Hindukusch verteidigt“ wird, dann wird offenbar, dass hier versucht wird, die deutsche Herrschaft als die einer vermeintlichen Friedensmacht zu legitimieren und glorifizieren.<br />
Wenn diese „Nationalpazifist_innen“ dann auch noch Joschka Fischer und Gerhard Schröder zu friedensliebenden Ikonen stilisieren und mit ihren vereinten Durchhalte-Parolen Deutschland als letzte pazifistische Bastion gegen die „amerikanischen Kriegstreiber“ abfeiern, während eben diese beiden Politiker noch 1999 kräftig die Zerbombung Rest-Jugoslawiens anregten, dann wird schnell ersichtlich, dass es diesen Leuten nicht um das Übel Krieg an sich geht, sondern nur um die Kriege Amerikas, die offenbar mit einem anderen moralischen Maßstab gemessen werden. Einerseits gehen deswegen Millionen Deutsche auf die Straße, andererseits führen die Bürgerkriegszustände in einigen afrikanischen Staaten, die Todesopfer in Kashmir, Sri Lanka und Kolumbien keineswegs zu organisierten Protesten, eben weil weder Amerikaner_innen noch Jüd_innen involviert sind. So darf man sich dann auch nicht wundern, wenn sich Neonazis als „wahre Kriegsgegner“ präsentieren und mit ihrer Forderung „Keine Waffen für Israel!“, beim Ostermarsch mitdemonstrieren wollen.</p>
<p><strong>Nichts zu verlieren?</strong><br />
Die bürgerliche Gesellschaft ist sicherlich keine heile Welt, doch sind universelle Menschenrechte kein amüsantes Hobby für realitätsferne Moralisten, sind Rede- und Pressefreiheit kein Luxus und sind das Recht auf Selbstbestimmung sowie die Gewaltenteilung keine Wunschvorstellungen, sondern (vorerst) erstrebenswerte und zu verteidigende Errungenschaften, die einen Mindeststandard gewährleisten um Emanzipation überhaupt denken zu können.<br />
Der völkische Irrweg von „gewachsenen Völkern, Kulturen und Nationen“ und die widerliche Dystopie der Volksgemeinschaft dienen den Neonazis dabei als Gegenkonzept. Dass diese derart negative Aufhebung des Bestehenden keine fortschrittliche Alternative darstellt, ist schon fast überflüssig zu erwähnen. Allerdings, und das wollen wir gerade auch an diesem Tag ganz besonders hervorheben, kann es eben nicht nur darum gehen „gegen Nazis“ zu sein und ihnen den Tag zu vermiesen. Eine ernstzunehmende Antifaschistische Aktion muss stattdessen weitergehen und eigene Inhalte vermitteln.</p>
<p><strong>Deutschland denken heißt…</strong><br />
Am Antikriegstag also, wo mehr und mehr die US-amerikanische Außenpolitik in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt wird und nicht mehr wie ursprünglich gedacht die deutsche Raserei; in einem Land mit dieser spezifischen Geschichte, griffe folglich eine Kritik zu kurz, die sich nur über die scheinpazifistische Umdeutung durch die Neonazis echauffiert und nicht etwa die Deutschen mit ihrer Schlussstrichdebatte attackiert, welche zielgerichtet aus der deutschen Schuld eine „deutsche Verantwortung“ phantasieren, um militärisch wieder aufrüsten zu können, nicht trotz, sondern gerade wegen Auschwitz. Früher haben die Deutschen der Welt den Krieg erklärt, heute erklären sie ihr eben den Frieden.</p>
<p>Der ungeschickte und hilflose Umgang einiger identitätspolitischer und bewegungsorienter Linker mit der Tatsache, dass Neonazis bestimmte traditionell linke Themenkomplexe zu okkupieren versuchen, offenbart ein grundsätzliches Problem. Anstatt die Gründe hierfür in den inhaltlich verkürzten eigenen Positionen zu suchen, unterstellt man den Neonazis aufgrund eigener Ideenlosigkeit perfide Strategien zur Unterwanderung der Linken zu verfolgen. Deshalb reicht es mitnichten, sich nur den verkümmerten Haufen durchgeknallter Neonazis anzugucken, wenn gleichzeitig der latent aggressive Rassismus in einigen deutschen Städten gar zum Volkssport mutiert und antisemitische und antiamerikanische Ressentiments auch in der Mitte der Gesellschaft weit verbreitet sind. Ergo müssen sich reflektierte und dezidiert kritische Gesellschaftsanalysen auch überhaupt erst keine Gedanken darüber machen, irgendwann von den Neonazis vereinnahmt zu werden. Deshalb ist es wichtig, dass linksradikale Kritik und Praxis endlich die nötigen Konsequenzen zieht.</p>
<p><strong>consequently means…</strong><br />
So kann es folglich heute nicht nur darum gehen, den Naziaufmarsch in ein Desaster zu verwandeln, sondern es müssen endlich politische Grundvoraussetzungen geschaffen und akzeptiert werden, die über den bloßen Massenansatz, „gegen Nazis“ zu sein, hinausgehen und eigene emanzipatorische Ansprüche und theoretische Erkenntnisse viel stärker gewichten. Somit ist eine Zusammenarbeit mit Antizionist_innen, Antisemit_innen und Antiamerikanist_innen absolut nicht tragbar und derartige Personen haben auf antifaschistischen Demonstrationen nichts verloren!</p>
<p><strong>Volksfront gegen Rechts, im postnazistischen Deutschland?</strong><br />
Der so genannte „Aufstand der Anständigen“ beschränkt sich meist nur auf symbolische Akte gegen zu auffälligen Rassismus und Antisemitismus, denen man – zumindest in der Form – nicht so ganz zustimmen kann. Folglich ist in Deutschland so gut wie jede_r gegen Nazis. Doch der „ansonsten intakten Gesellschaft“ sind diese „Auswüchse“ ungefähr so fremd wie der Krake die Arme. Man will den Standort Deutschland nicht gefährden und fürchtet Imageeinbußen und so organisiert man Volksfeste „gegen Rechts“ mit Bier und Bratwurst und ab und an sogar Lichterketten und andere Irrlichter. Mit welcher atemberaubenden Geschwindigkeit dabei ein „neues“ Gemeinschaftsgefühl entsteht, verdeutlicht, wie schnell der deutsche Selbstfindungsprozess von statten geht und das völkische oder das nationale Verlangen nach einer neuen deutschen Identität des „geläuterten Deutschlands“ durchgesetzt wird. Natürlich ist jeder effektive Protest, der darauf abzielt den Naziaufmarsch zu stören oder zu verhindern, begrüßenswert, doch mit Bier und Bratwurst, fernab vom eigentlichen Geschehen, konnte bisher noch kein Naziaufmarsch gestoppt worden.</p>
<p><strong>let’s rock them hard! (2)</strong><br />
Es ist nach wie vor inakzeptabel, dass Neonazis durch Dortmund und auch sonst wo, ungehindert marschieren können und gut geschützt von Justiz und Polizei, ihre antisemitische und rassistische Propaganda verbreiten dürfen. Wir werden dem nicht tatenlos zusehen und auch dieses mal wieder dafür Sorgen, dass dieses neonazistische Spektakel nicht störungsfrei über die Bühne geht. Denn es ist eine Schmähung von all jenen potentiellen und tatsächlichen Opfern von neonazistischer Gewalt, die sich zu Recht durch eine derart unbekümmerte Umgangsweise mit den Neonazis, angegriffen fühlen. Folglich gilt es den Kamerad_innen eine gewaltige Abreibung zu verpassen und zugleich emanzipative Standards linksradikaler Theorie und Praxis endlich durchzusetzen!</p>
<p><strong>Deshalb kommt zur antifaschistischen Demonstration:<br />
06.09.2008 / 10:00 h / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)<br />
</strong><br />
<strong>Gegen Antisemitismus, Antiamerikanismus und deutsche Verhältnisse!<br />
Den Naziaufmarsch stoppen!</strong></p>
<p><a href="http://antifaunion.blogsport.de/" target="_blank">weitere Infos</a></p>
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		<title>Palituch-Flyer</title>
		<link>http://afyd.wordpress.com/2008/08/06/palituch-flyer/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 15:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Flyer]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa-Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[israel]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier zur Dokumentation unser Flyer zur Aufklärung über die Bedeutung von Pali-Tüchern.

Viele Kleidungsstücke haben eine Geschichte und eine Aussage. Und ganz besonders dieses Kleidungsstück, was vielleicht du, auf jeden Fall aber viele andere tragen, von denen manche sich antifaschistisch oder linksradikal nennen – das Pali-Tuch.




Zwischen 1936 und 1939 setzte der Großmufti von Jerusalem, der von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=14&subd=afyd&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Hier zur Dokumentation unser Flyer zur Aufklärung über die Bedeutung von Pali-Tüchern.</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;">Viele Kleidungsstücke haben eine Geschichte und eine Aussage. Und ganz besonders dieses Kleidungsstück, was vielleicht du, auf jeden Fall aber viele andere tragen, von denen manche sich antifaschistisch oder linksradikal nennen – das Pali-Tuch.</p>
</blockquote>
<p><span id="more-14"></span></p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Zwischen 1936 und 1939 setzte der Großmufti von Jerusalem, der von den deutschen Nationalsozialisten unterstützt wurde, das Pali-Tuch unter der männlichen (Frauen mussten Schleier tragen), arabischen Bevölkerung mit Zwang durch: Diejenigen, die sich weigerten es zu tragen, wurden brutal bestraft. Der Großmufti nutzte das Pali-Tuch als Symbol für den  Kampf gegen den Zionismus und als Identitätsmerkmal für das „palästinensische Volk“. Seit der Gründung Israels 1948 steht das Pali-Tuch für den Kampf gegen den Staat Israel und wird von denjenigen getragen, die Selbstmordattentate auf israelische Zivilisten verüben und Israel vernichten wollen. Es dient also als Symbol für den Kampf gegen das Land, das geschaffen wurde um den im Großteil der Welt verfolgten Juden einen Staat zu bieten, in dem sie in Sicherheit leben können.</p>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Wer also das Pali-Tuch trägt und sei es als Modeaccessoir, solidarisiert sich – bewusst oder unbewusst – mit der  „Volksbefreiungsbewegung“ Palästinas, die regelmäßig Selbstmordattentate auf israelische Zivilisten verübt und die Vernichtung Israels anstrebt.</p>
<p style="margin-bottom:0;">Und genau aus diesem Grund tragen auch in Deutschland Neonazis das Pali-Tuch. Sie sind Antisemiten und befürworten genau deswegen den gewaltsamen Kampf der Palästinenser gegen Israel. Es handelt sich also nicht um eine Verirrung der Nazis, die hier ein Symbol der Linken für sich vereinnahmen, sondern um eine Verirrung der Linken, die hier schlicht und einfach schlecht informiert ist oder sich mit den Falschen solidarisiert, nämlich mit den antisemitischen Mördern von Hamas, Hizbollah und Co.</p>
<p style="margin-bottom:0;"><strong>Solidarität mit Israel! Coole Kids tragen kein Palituch!</strong></p>
<p style="margin-bottom:0;">
</blockquote>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 420px"><img src="http://www.powerlineblog.com/archives/Hizbollah.jpg" alt="Junge in Beirut mit Palituch und als Hizbollah-Kämpfer verkleidet" width="410" height="317" /><p class="wp-caption-text">Junge in Beirut mit Palituch und als Hizbollah-Kämpfer verkleidet</p></div>
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			<media:title type="html">Junge in Beirut mit Palituch und als Hizbollah-Kämpfer verkleidet</media:title>
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		<title>Gründung der Antifascist Youth Dülmen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 18:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>afyd</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa-Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[antifascist]]></category>
		<category><![CDATA[dülmen]]></category>
		<category><![CDATA[youth]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen wurde die Antifascist Youth Dülmen gegründet.
Unsere Selbstdarstellung folgt demnächst!
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			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vor einigen Tagen wurde die Antifascist Youth Dülmen gegründet.</p>
<p>Unsere Selbstdarstellung folgt demnächst!</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/afyd.wordpress.com/1/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/afyd.wordpress.com/1/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/afyd.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/afyd.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/afyd.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/afyd.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/afyd.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/afyd.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/afyd.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/afyd.wordpress.com/1/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/afyd.wordpress.com/1/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/afyd.wordpress.com/1/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=afyd.wordpress.com&blog=4414466&post=1&subd=afyd&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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